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Statistisches BundesamtEine Woche Urlaub für jede fünfte Person zu teuer

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Eine Frau sitzt bei Sonne auf einer Bank am Meer und liest ein Buch. Aber Urlaub kann sich nicht jeder Mensch in Deutschland leisten. (Symbolbild)

Eine Frau sitzt bei Sonne auf einer Bank am Meer und liest ein Buch. Aber Urlaub kann sich nicht jeder Mensch in Deutschland leisten. (Symbolbild)

Eine Woche verreisen? Für 17,3 Millionen Menschen in Deutschland ist das nach eigener Einschätzung nicht bezahlbar.

Koffer packen, ans Meer fahren oder ein paar Tage in den Bergen abschalten: Für viele Menschen in Deutschland bleibt das ein Wunsch. Nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes konnte sich 2025 gut jede fünfte Person keine einwöchige Urlaubsreise leisten.

Das betrifft nach eigener Einschätzung rund 17,3 Millionen Menschen. Der Anteil liegt mit 21 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Besonders häufig müssen Menschen mit wenig Einkommen auf Ferien verzichten. Von den einkommensschwächsten 20 Prozent der Bevölkerung gab fast die Hälfte an, dass eine Woche Urlaub finanziell nicht drin sei.

Alleinerziehende in Deutschland besonders stark betroffen

Auffällig ist auch, wie stark die Lebenssituation eine Rolle spielt. Besonders oft betroffen sind Alleinerziehende: 39 Prozent von ihnen können sich nach eigenen Angaben keine einwöchige Reise leisten. Auch Alleinlebende müssen deutlich häufiger verzichten als andere Haushalte.

„Ob genügend Geld für einen Urlaub da ist, hängt erwartungsgemäß stark vom Einkommen ab“, teilte das Statistische Bundesamt mit. Wer über ein vergleichsweise geringes Nettoeinkommen verfügt, stößt besonders schnell an finanzielle Grenzen. Doch selbst in höheren Einkommensgruppen gaben Menschen an, sich eine Urlaubsreise nicht leisten zu können.

Der Auswertung liegt das Nettoäquivalenzeinkommen zugrunde. Dabei werden Einkommen auf die Haushaltsgröße umgerechnet. Ein vergleichbares Einkommen von 1600 Euro entspricht etwa 2400 Euro netto für zwei Erwachsene oder rund 2900 Euro für eine Familie mit einem Kind. Als Kinder zählen in der Statistik auch 18- bis 24-Jährige, wenn sie finanziell noch von ihren Eltern abhängig sind.

Deutschland liegt unter dem EU-Durchschnitt

Im europäischen Vergleich steht Deutschland allerdings besser da als viele andere Länder. EU-weit lebten zuletzt 28 Prozent der Menschen in Haushalten, die sich keine einwöchige Reise leisten konnten.

Besonders groß ist das Problem in Rumänien, wo 61 Prozent der Bevölkerung auf Urlaub verzichten müssen. Es folgen Griechenland mit 47 Prozent sowie Bulgarien und Ungarn mit jeweils 39 Prozent. Deutlich günstiger fällt die Bilanz in Luxemburg, Schweden und den Niederlanden aus. Dort gaben nur elf bis 13 Prozent der Menschen an, sich keine einwöchige Auszeit leisten zu können. (sbo/dpa/afp)