Köln – Der Außenwerber Ströer will eigene Aktien in Millionenhöhe zurückkaufen. Ab dem 3. Oktober sollen Anteile im Volumen von bis zu 50 Millionen Euro erworben werden, wie das im MDax notierte Unternehmen mitteilte. Der Aktienrückkauf solle bis spätestens 30. April 2023 abgeschlossen sein. Die Ströer-Papiere stiegen nach Bekanntwerden der Nachricht, notierten unter dem Strich aber immer noch 1,5 Prozent unter dem Vortageswert.
„Mit dem jetzt beschlossenen Rückkaufprogramm schaffen wir Wert für unsere Aktionärinnen und Aktionäre und senden ein klares Zeichen unserer Überzeugung hinsichtlich der Stärke und Resilienz unserer OOH+ Strategie in diesen herausfordernden Zeiten“, begründete Christian Schmalzl, Co-CEO von Ströer, den Schritt.
Er sei der festen Überzeugung im Rahmen der Mittelfristplanung weiter profitabel zu wachsen. Ströer stehe mit der Digitalisierung des Portfolios an Werbeflächen noch am Anfang, habe aber bereits alle wichtigen Standorte mit Digitalisierungspotenzial gesichert.
Die Ströer-Aktie hatte am Dienstag mit 36,32 Euro ein neues Fünf-Jahres-Tief erreicht. Sie befindet sich seit Ende Februar im Abwärtstrend und hat in diesem Zeitraum rund 47 Prozent an Wert verloren. Mit dem Rückkauf soll die Entwicklung nun positiv beeinflusst werden, sagte ein Sprecher dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Ströer hält an Dividendenpolitik fest
Außerdem gab das Unternehmen bekannt, dass sich das dritte Quartal und das Orderbuch für das Jahresendgeschäft im Rahmen der Konzernprognose entwickelten. Damit dürfte Ströer den Erwartungen des Kapitalmarkts auf Jahressicht gerecht werden. An seiner Dividendenpolitik will das Management festhalten.
Analysten befürchten allerdings, das es aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden Monaten zu Einbußen beim Geschäft kommen könnte. Der Grund: Es könnte seitens der Unternehmen an Werbung gespart werden.
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Die bundesweiten Energiespar-Vorgaben, wonach leuchtende Werbung von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr ausgeschaltet werden muss, betrifft das Kölner Unternehmen hingegen kaum. Die Werbetafeln im öffentlichen Raum schaltet Ströer ohnehin in der Zeit von 24.00 bis 6.00 Uhr aus.
Die Ströer Gruppe vermarktet und betreibt mehrere tausend Webseiten betreibt rund 300000 Medienträger im Bereich „Out of Home“. Das Unternehmen beschäftigt rund 10000 Mitarbeitende an rund 100 Standorten.


