Nach enttäuschenden Geschäftszahlen verschärft Nike seinen Sparkurs: Bis 2031 will der US-Sportartikelkonzern rund 2,5 Milliarden Dollar einsparen.
Vor DFB-ÜbernahmeNike steckt weiter in der Krise – massiver Stellenabbau

Der US-Sportartikelhersteller Nike steckt tief in der Krise. (Archivfoto)
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Der US-Sportartikelkonzern Nike findet kurz vor der Ausrüster-Übernahme der deutschen Nationalmannschaft weiterhin nicht aus seiner Krise. Nach schwachen Geschäftszahlen kündigte Vorstandschef Elliott Hill am Donnerstag (Ortszeit) ein weiteres Sparprogramm samt Stellenabbau an. Bis 2031 will das Unternehmen rund 2,5 Milliarden Dollar einsparen.
In einer Mitteilung an die Belegschaft erklärte Hill, das unter dem Namen „Pace“ laufende Umbauprogramm werde zu einem Abbau von Arbeitsplätzen führen. Wie viele Stellen wegfallen und welche Regionen betroffen sein werden, ließ Nike offen. Konkrete Entscheidungen dazu sollen erst später fallen. Zudem plant der Konzern, seine Lieferketten zu modernisieren und einen neuen Standort in Indien aufzubauen.
Nike steckt tief in der Krise
Im Geschäftsquartal von Juni bis August sank Nikes Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 11,21 Milliarden Dollar – knapp zehn Milliarden Euro. Der Nettogewinn ging um zwei Prozent auf 712 Millionen Dollar zurück.
Vor Analysten sagte Hill, die Ergebnisse lägen im Rahmen der Erwartungen des Managements. Er arbeite daran, Nike auf lange Sicht wieder aufzubauen. Hill war im Oktober 2024 aus dem Ruhestand zurückgekehrt, um den Konzern wieder auf Kurs zu bringen.
Nike löst Adidas beim DFB Ende 2026 ab
Ab dem 1. Januar 2027 wird Nike neuer Ausrüster des DFB. Damit endet nach mehr als 70 Jahren die Partnerschaft mit Adidas. Der Vertrag mit Nike läuft bis zum 31. Dezember 2034 und umfasst alle DFB-Nationalteams, also nicht nur die Männer-A-Nationalmannschaft.
Die Vertragssumme wurde vom DFB offiziell nicht veröffentlicht. Laut Medienberichten soll Nike jedoch mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr zahlen, was bei einer Laufzeit von acht Jahren einem Gesamtbetrag von mindestens rund 800 Millionen Euro entspricht. Das wäre etwa doppelt so viel wie die zuletzt kolportierten Zahlungen von Adidas. (mbr/sid)
