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SaarlouisFord stellt C-Max-Produktion ein und streicht 1600 Stellen

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Bis Sommer 2019 wird in Saarlouis der C-Max produziert.

Köln/Saarlouis – Die Ford-Werke wollen im Sommer 2019 die Produktion des Kompakt-Vans C-Max und des Familien-Vans Grand-C-Max in Saarlouis einstellen. Die Arbeit im Werk soll von einem Drei- auf einen Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt werden. Davon sind 1600 der 6300 Beschäftigten in Saarlouis betroffen. Den Abbau will Ford durch die Beendigung von 500 Leiharbeitsverträgen zum Juni 2019 und durch natürliche Fluktuation (400 Mitarbeiter gehen in Rente), aber auch durch Abfindungen und Altersteilzeitler erreichen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Das Management will nun Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über die geplanten Kürzungen aufnehmen.

Das gab das Unternehmen am Montag auf einer Betriebsversammlung in Saarlouis bekannt. Im Saarland soll künftig nur noch der Focus hergestellt werden. Am heutigen Dienstagmittag wird es auch eine Betriebsversammlung in Halle W des Kölner Motorenwerks geben, bei denen auch die hiesigen Beschäftigten über die Sparpläne in Saarlouis informiert werden.

Der amerikanische Ford-Chef Jim Hackett hatte im Sommer mitgeteilt, dass er mit den Geschäftsergebnissen von Ford in Europa „extrem unzufrieden“ sei. Er hatte höhere Gewinnmargen (sechs statt 1,5 Prozent) verlangt. Erst am Freitag war Ford-Werke-Chef Gunnar Herrmann als Verantwortlicher für bessere Ergebnisse auf dem deutschen Markt benannt worden.

Verkäufe stark rückläufig

Ford teilte in Saarlouis mit, das Segment der Kompakt-Vans sei seit einigen Jahren stark rückläufig. 2013 seien in Deutschland noch 202 000 C-Max verkauft worden. 2018 seien es nur noch 120 000 Stück gewesen – also ein Rückgang um 40 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Für das seit 2010 hergestellte Modell wäre jetzt dringend ein Refresh notwendig gewesen, hieß es. Dies sei aber angesichts der schwachen Verkaufszahlen nicht mehr sinnvoll.