Elon Musks SpaceX plant den größten Börsengang der Geschichte. Der Chef des Raumfahrtunternehmens könnte so zum Billionär werden.
SpaceX vor Rekord-BörsengangElon Musk könnte damit der erste Billionär der Welt werden

Die hohen Kosten für die Entwicklung der Riesen-Rakete Starship tragen zu den Verlusten von SpaceX bei. (Archivbild)
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Mit seinem Börsengang plant das Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk 75 Milliarden Dollar zu generieren. Die enorme Bewertung könnte den Firmenchef zum historisch reichsten Menschen aufwerten.
Das Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk beabsichtigt, durch seinen Börsengang etwa 75 Milliarden US-Dollar zu erzielen. Das Unternehmen visiert eine Marktkapitalisierung von annähernd 1,8 Billionen Dollar an, basierend auf einem Emissionspreis von 135 Dollar je Aktie. Damit würde es sich um den historisch größten Börsengang handeln, der die bisherige Bestmarke des saudischen Ölkonzerns Aramco aus 2019 (über 29 Milliarden Dollar) weit in den Schatten stellt.
Die SpaceX-Aktie wird Anlegern als Investment in die visionäre Stärke von Elon Musk angeboten, vergleichbar mit dem ebenfalls von ihm geleiteten E-Auto-Hersteller Tesla. Musk stellt dabei Zukunftsaussichten wie Marsflüge, eine Mondbasis und KI-Datenzentren im Orbit in den Vordergrund. Ungeachtet der Aktienplatzierung sichert sich der Unternehmer die vollständige Herrschaft über SpaceX durch einen Stimmrechtsanteil von über 80 Prozent, der auf speziellen Aktien mit höheren Stimmrechten beruht.
Musk auf dem Weg zum ersten Billionär
Der Börsengang hat das Potenzial, das Vermögen von Elon Musk – rein rechnerisch – über die Eine-Billion-Dollar-Grenze zu heben. Allein sein Anteil an SpaceX hätte beim Emissionspreis einen Wert von circa 866,5 Milliarden Dollar. Zusätzlich besitzt er Tesla-Anteile, die mit rund 350 Milliarden Dollar bewertet werden.
Dies würde Musk zum ersten Menschen machen, der über ein Vermögen in Billionenhöhe verfügt. Sein Besitz besteht allerdings beinahe gänzlich aus Aktien, weshalb es sich um einen nominellen Wert handelt, der nicht einfach liquidiert werden könnte. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Börsen-Debüts hat SpaceX den Emissionspreis eigenständig bestimmt, anstatt eine Preisspanne basierend auf der Nachfrage von Investoren festzulegen.
Enorme Bewertung trotz hoher Verluste
Die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen von SpaceX bilden einen deutlichen Gegensatz zur anvisierten Marktkapitalisierung. Das Unternehmen wies für das vergangene Jahr bei Erlösen von 18,67 Milliarden Dollar ein Defizit von circa 4,94 Milliarden Dollar aus. Maßgeblich für die roten Zahlen sind die erheblichen Ausgaben für die Entwicklung der Schwerlastrakete Starship. Die wichtigste Einnahmequelle für das Unternehmen stellt der Satelliten-Internetdienst Starlink dar.
Mit der anvisierten Kapitalisierung würde SpaceX eine höhere Börsenbewertung erreichen als zum Beispiel der Meta-Konzern (ehemals Facebook), dessen Marktwert sich auf etwa 1,6 Billionen Dollar beläuft. Im Gegensatz dazu erwirtschaftete Meta nur im letzten Quartal einen Profit von circa 26,8 Milliarden Dollar bei Einnahmen von über 56 Milliarden Dollar.
KI-Potenzial und Zukunftspläne als Zugpferd
Mit seinen Raketen nimmt SpaceX eine zentrale Position im US-Raumfahrtprogramm ein. Darüber hinaus integrierte Musk sein KI-Unternehmen xAI und die Online-Plattform X in die Unternehmensgruppe. Medienberichten zufolge wurde der Wert des Konzerns im Zuge dieser Zusammenführung auf insgesamt 1,25 Billionen Dollar taxiert.
Zudem kursieren seit Längerem Gerüchte, Musk könnte auf lange Sicht eine Fusion von SpaceX mit Tesla verfolgen. (dpa/red)
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