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Nächstes Debakel für MilliardärElon Musk zieht bei Tesla-Flop den Stecker

Der polarisierende Elektro-Pickup hat die Erwartungen nicht erfüllt. Stattdessen will Tesla die Kapazitäten für das Robotaxi Cybercab nutzen.

Ein Tesla Cybertruck steht vor einem Gebäude.

Der Tesla Cybertruck hat sich zu einem Flop entwickelt. (Archivfoto)

Keine gute Woche für Elon Musk: Der Elektroautobauer Tesla wird die Produktion des Cybertrucks in der Gigafactory Texas Mitte des kommenden Jahres einstellen. Das gab der reichste Mensch der Welt am Freitag (6. November) auf der Plattform X (ehemals Twitter) überraschend bekannt.

Die freiwerdenden Kapazitäten sollen für eine gesteigerte Produktion des Cybercab genutzt werden, das Musk als zentralen Baustein der künftigen Unternehmensstrategie sieht.

Elon Musk stellt Produktion von Cybertruck überraschend ein

Ob der Cybertruck künftig an einem anderen Standort weitergebaut oder vollständig aus dem Programm genommen wird, blieb zunächst offen. Das Werk in Austin ist bislang die einzige bekannte Fertigungsstätte, die die speziellen Komponenten des Fahrzeugs herstellen kann. Eine Stellungnahme des Unternehmens lag zunächst nicht vor.

Der umstrittene Milliardär selbst nannte den Cybertruck später „das beste Fahrzeug, das Tesla je gebaut hat“, und sprach vom „Ende einer Ära“. Die Flotte werde es noch lange geben. In diesem Punkt hat Musk sich jedoch geirrt.

Elon Musk irrt sich bei Prognose für Cybertruck

Der leitende Ingenieur des Modells, Wes Morrill, erklärte, der Cybertruck sei eine „unglaubliche Technologie-Entwicklungsplattform“ gewesen und lebe im Cybercab weiter.

Donald Trump und Elon Musk vor dem Cybertruck.

Donald Trump konnte den Cybertruck von Tesla auch nicht mehr retten. (Archivfoto)

Der 2019 vorgestellte und Ende 2023 ausgelieferte Cybertruck sollte sich als futuristischer Konkurrent zu den Pickups von Ford und General Motors etablieren. Doch das polarisierende Edelstahl-Design, wiederholte Qualitätsprobleme und Rückrufaktionen verhinderten den erhofften Markterfolg.

Die Absatzzahlen blieben mit etwa 15.000 Einheiten pro Jahr weit hinter den ursprünglichen Zielen von bis zu 250.000 Einheiten pro Jahr zurück. Besonders viele Promis legten sich den Cybertruck zu.

Der protzige Cybertruck durfte in Deutschland und der gesamten Europäischen Union nie regulär auf öffentlichen Straßen fahren. Er verfügt über keine EU-Typgenehmigung und erfüllt zentrale Sicherheitsvorschriften nicht. Besonders problematisch ist die scharfkantige, steife Edelstahlkarosserie. (mbr)