Das sechste Netzwerktreffen an Bord der MS Rhein-Magie stand im Zeichen der Sicherheitspolitik. Auf dem Schiff begegnen sich stets Kölner und Düsseldorfer Unternehmer.
„Unternehmen im Fluss“Sicherheit- und Verteidigung rücken in den Mittelpunkt

Auf dem Podium der MS Rhein-Magie: Marie-Agnes Strack-Zimmermann (MdE FDP, v.l.), Susanne Fabry (Rhein-Energie-Vorstand), Markus Bangen (Chef Duisburger Hafen) und Karen Florschütz (Airbus)
Copyright: Arton Krasniqi
Das Netzwerktreffen „Unternehmen im Fluss“ unterscheidet sich grundlegend von anderen Events dieser Art. Seit sechs Jahren kommen einmal im Jahr Unternehmer aus Düsseldorf, Köln und Neuss zum Austausch zusammen. In diesem Jahr war der Fokus des Treffens auf die Themen Sicherheit und Verteididung gelegt. An Bord präsentierten sich etliche rheinische Start-ups aus diesem Bereich. Rhein-Energie-Chef Andreas Feicht forderte eine „stärkere Sicherheitskultur“ und warnte, dass angesichts steigender Sicherheitskosten im Energiebereich „der Strompreis nicht sinken werde“.
Moderation von Marie-Agnes Strack-Zimmermann
Moderiert wurde das erste von zwei Panels von der FDP-Europaabgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann unter dem Motto „reagieren wir stark genug auf die wachsende Bedrohungslage“. Airbus-Sicherheitsexpertin Karen Florschütz warnte vor „Angriffen auf Satelliten“. „Allein der Internetanbieter Starlink unterhält 10.000. Wir dürfen den Weltraum nicht vernachlässigen“, sagte Florschütz.

600 Wirtschaftsvertreter aus Köln, Düsseldorf und dem Rhein-Kreis Neuss nahmen bei Unternehmen im Fluss teil. Wegen Niedrigwassers musst die MS Rhein-Magie in Köln am Anleger bleiben.
Copyright: Arton Krasniqi
Susanne Fabry, Vorstandsmitglied der Rhein-Energie für Infrastruktur mahnte eindringlich: „Wir werden nicht alles bewachen können“. Dem stimmte auch Duisburgs Hafenchef Markus Bangen zu. Dieser berichtete davon, wie Europas größter Binnenhafen versucht, sicherer zu werden. „Drohnen über dem Hafen sind seit Jahren eine Tatsache“, sagte Bangen. Gleichzeitig reagiere der Hafenbetreiber dagegen mit eigenen Überwachungsdrohnen. Dort gebe es große rechtliche Hürden. „Unsere Drohnen dürfen keine Schienen der Deutschen Bahn überfliegen, davon haben wir im Hafen aber Dutzende“. Man brauche bessere gesetzliche Grundlagen.
Die Veranstaltung „Unternehmen im Fluss“ wird von diversen Verbänden und Unternehmen aus Köln, Düsseldorf und Neuss veranstaltet oder gesponsert, darunter die Rhein-Energie, die KD, der Flughafen Düsseldorf, die IHK Düsseldorf oder die HGK sowie vom Neusser Elektro-Unternehmen Zülow und vielen anderen.
