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Wirtschaftsnacht RheinlandDie Kölner Start-up-Szene wächst stetig

Lesezeit 2 Minuten
Symbolbild Gründer und Gründerin am Bildschirm

Die Finanzierung eines Startups muss gut durchdacht sein.

Köln – Junge Gründerinnen und Gründer mit ihren innovativen, kreativen und ungewöhnlichen Unternehmenskonzepten sind es, die Köln zu einem starken Start-up-Ökosystem verhelfen. Allein 2021 konnten in Köln mehr als 100 Start-up-Neugründungen verzeichnet werden.

Nach Angaben der KölnBusiness Wirtschaftsförderung ist die Zahl der Neugründungen in den vergangenen drei Jahren – trotz der Pandemie – stetig gewachsen. Insgesamt sind derzeit mehr als 550 Start-ups in Köln aktiv.

In Köln an jedem dritten Tag ein Start-up gegründet

Laut Manfred Janssen, dem Geschäftsführer von KölnBusiness, wurde 2021 in Köln also statistisch gesehen an jedem dritten Tag ein Start-up gegründet.

„Das vielfältige Ökosystem in Verbindung mit der Kölner Wissenschaftslandschaft bietet einen idealen Boden, auf dem Start-ups wachsen können. Hinzu kommt eine breit aufgestellte Wirtschaft, die Partner und Kunde zugleich ist. Diese Standortfaktoren führten dazu, dass auch die Kölner Gründungsszene robust durch die Pandemie gekommen ist“, sagte Janssen.

Was ist ein Start-up?

Nicht jedes neu gegründete Unternehmen ist ein Start-up. Man beschreibt mit diesem Begriff zunächst die erste Phase in einem Unternehmenszyklus. Meist sind Start-ups getrieben von einer innovativen Geschäftsidee und dem Ziel, schnell zu wachsen. Sie entwickeln Produkte oder Angebote, die zuvor noch nicht auf dem Markt getestet wurden. Das Geschäftsmodell soll dann mithilfe finanzieller Förderung durch Investoren und Unterstützern wie KölnBusiness auf den Markt gebracht werden.

Diesen Prozess beschreibt Janssen folgendermaßen: „Wir begleiten Gründerinnen und Gründer in Köln von der ersten Idee über die Gründung bis zur Wachstumsphase. Verzahnt mit der persönlichen Beratung bieten wir Start-ups über das gesamte Jahr verteilt ein breites Angebot von Förderprogrammen und Veranstaltungen an, immer passend für ihre jeweilige Situation.“

Auch vonseiten der Investorinnen und Investoren hat KölnBusiness seit 2019 einen stetigen Anstieg verfolgen können. Der Gesamtwert der öffentlich bekannten Investitionen in Start-ups stieg von 2019 bis 2021 von 82 auf 184 Millionen Euro.

Viele Start-ups im Software-Bereich und E-Commerce

Egal ob ein umweltfreundliches Reinigungsmittel oder eine Online-Akademie, in der man lernt, komplexe Websites und Apps zu programmieren. „Noho“ und „Visual Makers“ sind nur zwei Beispiele für die Vielfältigkeit des Kölner Start-up-Ökosystems.

Laut KölnBusiness sind 15 Prozent der neuen Kölner Start-ups im Software-Bereich tätig, beispielsweise mit innovativen IT-Lösungen, die Prozesse in Unternehmen digitalisieren und vereinfachen.

Am zweithäufigsten erfolgten Gründungen in der E-Commerce-Branche, also dem Online- und Internethandel (11 Prozent), gefolgt von Neuheiten im Lebensmittel- bzw. Food-Sektor (10 Prozent) und Medizin (9 Prozent).

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