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Mobilität in KölnZehn Parkplätze am Bahnhof Ehrenfeld dienen nun der „shared mobility“

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Fahrräder parken im Tunnel des Bahnhofs Ehrenfeld.

Am Bahnhof Ehrenfeld werden viele Fahrräder abgestellt.

Auf zehn Parkplätzen am Bahnhof Ehrenfeld können jetzt Leih-Scooter oder Fahrräder abgestellt werden. Die Stadt baut damit ihr Angebot an „Mobilstationen“ aus.

Carsharing-Stationen und Abstellanlagen für Fahrräder, teils überdacht, sind in den vergangenen Jahren rund um den Bahnhof Ehrenfeld entstanden. Diese Entwicklung will die Verwaltung nun weiter fördern und damit den Umweltverbund stärken, also die Vernetzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel wie Öffentlicher Personennahverkehr, Fuß- und Radverkehr, um den Anteil des Kraftverkehrs weiter zurückzudrängen. Deshalb wurden in der Nähe des Bahnhofs nun drei so genannte Mobilstationen eingerichtet.

Dafür widmet die Verwaltung in der Umgebung des stark frequentierten Bahnhofs, an dem zahlreiche Fahrgäste ihre Fortbewegungsmittel wechseln, insgesamt zehn Pkw-Stellplätze um: in 22 zusätzliche Fahrradabstellplätze, zehn Abstellplätze für Lastenfahrräder sowie drei Abstellbereiche für die „Shared Mobilitiy“. Damit sind die unterschiedlichen Verleihsysteme gemeint, die Fahrzeuge wie Räder, E-Scooter aber auch Pkw anbieten.

Radnadeln für normale Fahrräder und Lastenräder

Konkret stehen vor dem Gebäude der ehemaligen Ehrenfelder Post, Ehrenfeldgürtel 125, auf drei ehemaligen Pkw-Stellplätzen künftig fünf Radnadeln für herkömmliche Räder und eine Nadel für Lastenräder sowie eine „Shared Mobility“-Station zur Verfügung. An der Einmündung der Heliosstraße in die Venloer Straße entsteht ein doppelt so großer „Shared Mobility“-Bereich und belegt zwei ehemalige Pkw-Stellplätze, nebenan können dann vier Lastenräder sicher geparkt werden. Fast ebenso groß wird die „Shared Mobility“-Station an der Ecke Stammstraße/Venloer Straße, wo insgesamt vier Pkw-Parkplätze umgewidmet werden. Dort sind sechs Radnadeln für herkömmliche und zwei für Lastenräder vorgesehen.

Bei der Vorstellung der Mobilstationen wunderten sich die Ehrenfelder Bezirksvertreter zunächst, dass die Zahl der Radabstellplätze im Vergleich zu den schon vorhandenen Abstellplätzen eher gering ausfalle. Bezirksvertreter Jürgen Brock-Mildenberger (SPD) kritisierte, die Bezeichnung „Mobilstation“ sei irreführend, weil sie eine Aufsicht über die abgestellten Fahrräder suggeriere, die aber nicht vorgesehen sei. Das Amt für machhaltige Mobilitätsentwicklung sieht den Vorteil der Stationen vor allem in den „Shared Mobility“-Zonen, weil sie die Nutzer anhielten, ihre geliehenen Fahrzeuge nicht „wild“, sondern in den gekennzeichneten Bereichen abzustellen.

Petra Bossinger, Fraktionsvorsitzende der SPD, bemerkte, dass die Bezirksvertreter gern ein Wörtchen bei der Auswahl und bei der konkreten Ausgestaltung der Stationen mitgeredet hätten. Nicht nur Marlis Pöttgen (FDP) fragte sich, ob sich der Standort vor dem früheren Postgebäude am Ehrenfeldgürtel mit der absehbaren Neubebauung des Geländes vertrage. Möglicherweise werden diese Einwände ja in der nächsten Runde berücksichtigt: Die Verwaltung kündigte an, dass im Bezirk Ehrenfeld weitere Mobilstationen entstehen sollen.