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Renten-Streit in der CDUFrei verteidigt Merz-Aussage, Kritik kommt aus dem Osten

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Rente

Reicht die gesetzliche Rente? (Symbolbild)

Friedrich Merz' umstrittene Renten-Aussagen sorgen für Unmut. Nun stellt sich Thorsten Frei hinter ihn.

Die Äußerungen von Friedrich Merz zur Rentenzukunft lösen Unmut aus, selbst in den eigenen Reihen. Unterstützung kommt nun von Kanzleramtsminister Thorsten Frei.

In der aktuellen Auseinandersetzung um die Altersvorsorge stärkt Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den Rücken. Laut einer dpa-Meldung sagte Frei in der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv: „Der Bundeskanzler hat lediglich auf etwas hingewiesen, wozu sich die Rente in den vergangenen Jahren immer stärker entwickelt hat“. Falls die Lücke größer werde, sei es erforderlich, betriebliche sowie private Komponenten zu fördern. „Das haben wir in der Vergangenheit schon getan und das wird sicherlich auch eine Aufgabe für die Zukunft sein.“

Mit seinen Bemerkungen zur künftigen Ausgestaltung der Rente hatte Merz für Verärgerung gesorgt, die auch den Koalitionspartner SPD erfasste. Er sagte am Montagabend bei einem Empfang des Bundesverbands deutscher Banken: „Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter.“ Die Regierung beabsichtigt, in etwa zweieinhalb Monaten die Vorschläge ihrer Rentenkommission zu erhalten und eine weitreichende Neugestaltung in Angriff zu nehmen.

Voigt fordert Rücksicht auf besondere Lage im Osten

Auch innerhalb der CDU gibt es Vorbehalte gegenüber der Aussage von Merz. Der Ministerpräsident von Thüringen, Mario Voigt (CDU), verwies auf die spezielle Lage in den östlichen Bundesländern. Gegenüber dem Magazin „Stern“ betonte der CDU-Politiker: „Viele Menschen sind dort auf die gesetzliche Rente existenziell angewiesen, weil ihnen oft die Möglichkeiten zur zusätzlichen Vorsorge gefehlt haben“.

Dieser Aspekt sei insbesondere aus ostdeutscher Sicht von zentraler Bedeutung. Voigt plädierte daher für einen „sensiblen und ausgewogenen Reformmix“. Das Ziel müsse sein, die gesetzliche Rente zuverlässig zu festigen und gleichzeitig neue Vorsorgeoptionen zu schaffen, „ohne diejenigen zu überfordern, die dafür kaum Spielraum haben“.

Frei: Altersvorsorge als Versicherungsleistung

Frei unterstrich, dass in der Rentenversicherung der Grundsatz gelte, wonach höhere Einzahlungen zu höheren Auszahlungen führen. „Es ist ja in der Tat keine Sozialleistung, es ist eine Versicherungsleistung, für die man eingezahlt hat und deshalb auch Rechtsansprüche auf die Auszahlung erworben hat“, so der Kanzleramtsminister.

Die zentrale Frage sei nur, wie das System zukunftsfähig gestaltet werden könne, um für aktuelle sowie kommende Rentnergenerationen zu funktionieren. Bezüglich der privaten Vorsorge empfahl Frei: „Vor allem ist wichtig, dass man so früh wie möglich beginnt, dann kann man nämlich schon mit kleinen Beträgen viel erreichen.“ (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.