Abo

Google Maps für FilmfansNeue Karte zeigt echte Drehorte weltweit – auch Köln dabei

2 min
Die Berliner Unterführung mit ihren orangefarbenen Kacheln ist eine beliebte Filmlocation für Hollywoodfilme

Die Berliner Unterführung mit ihren orangefarbenen Kacheln ist eine beliebte Filmlocation für Hollywoodfilme – von Bourne bis Hunger Games.

Eine neue kostenlose Online-Karte macht über 16.000 reale Drehorte von erfolgreichen Hollywood-Filmen und -Serien sichtbar.

Filmwelten liegen oft näher als gedacht. Eine neue interaktive Website macht sie nun auf einer Weltkarte sichtbar: „Movie Scene Map“ zeigt die realen Drehorte von mehr als 10.000 Filmen und Serien. Das Rheinland ist ebenfalls umfangreich vertreten.

Die Website moviescenemap.com verzeichnet derzeit rund 16.850 Orte in 167 Ländern. Nutzer können auf der Karte zoomen, nach einem bestimmten Film suchen oder ihre eigene Stadt eingeben. Ein Klick auf einen Pin verrät, welche Produktionen dort entstanden sind.

Filmwelten zum Anklicken: Website macht 16.000 Drehorte sichtbar

Beispiele sind die Burgen aus „Game of Thrones“ in Kroatien, die Straßen von „Breaking Bad“ in Albuquerque, die Hügel der „Herr der Ringe“-Trilogie in Neuseeland oder der Brunnen aus „The Dark Knight Rises“ im indischen Jodhpur. Die Daten stammen aus offenen Quellen.

Die Karte verzeichnet derzeit rund 480 Locations in Deutschland. Besonders dicht besetzt sind Berlin und das Studio Babelsberg. Weitere Orte sind beispielsweise München, Dresden, die Sächsische Schweiz, Neuschwanstein oder die berüchtigte Nordschleife auf dem Nürburgring.

Die Kneipe „Stiefel“ ist ein beliebter Treffpunkt auf der Zülpicher Straße.

Die Kneipe „Stiefel“ ist ein beliebter Treffpunkt auf der Zülpicher Straße.

Auch Köln erscheint als Drehort, unter anderem für Produktionen wie „Amélie“, „The Reader“, „Rush“ oder Lars von Triers „Nymphomaniac“. Viele Einträge bleiben jedoch auf Stadtebene, präzise Pins für Straßen oder Gebäude fehlen oft.

Das erklärt, warum die Zülpicher Straße und die Kneipe „Stiefel“, an denen Anthony Hopkins und Ben Kingsley 2014 für den Hollywood-Thriller „Collide“ (deutscher Titel „Autobahn“) drehten, nicht detailliert aufgeführt sind.

Daten aus offenen Quellen

Die Karte basiert vor allem auf Angaben aus Wikidata und Wikipedia. Sie wird laufend aktualisiert. Wer fehlende Drehorte ergänzen möchte, kann dies über die offenen Datenbanken tun. Der Betreiber betont, dass keine Daten von Drittanbietern gescrapt werden und nichts künstlich erzeugt wird. Die gesamte Datenbasis steht zudem zum Download bereit.

Die Seite wurde von einem einzelnen Programmierer mit dem Namen Flightmussy entwickelt. Was als privates Hobbyprojekt begann, verbreitet sich derzeit rasant in den sozialen Netzwerken. 

Für Filmfans, die gerne Schauplätze besuchen, bietet die Karte einen praktischen Einstieg. Sie ersetzt keine detaillierten Location-Guides, macht aber auf anschauliche Weise sichtbar, wie eng reale Orte und fiktionale Welten miteinander verwoben sind. (mbr)