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No-Show-QuoteJeder Vierte geht nicht an den Start beim Köln Marathon

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04.10.2026, Köln: Am 28. Generali Köln Marathon nehmen 41.000 Läuferinnen und Läufer teil. Foto: Uwe Weiser

Geschafft! Teilnehmer des 28. Köln-Marathon im Ziel auf der Komödienstraße. Anmeldungen für 2027 sind ab 25. November möglich. Foto: Uwe Weiser

Das Anmeldeportal für 2027 wird am 25. November freigeschaltet.

Nach dem Rekord-Marathon vom Sonntag gönnen sich die Organisatoren eine kurze Verschnaufpause. Die Anmeldungen für die 29. Auflage des Laufklassikers am 3. Oktober 2027 werden erst am 25. November freigeschaltet.

„Wir lassen uns diesmal etwas mehr Zeit, weil nach den Erfahrungen der beiden letzten Veranstaltungen wohl auch diesmal sofort ein Run auf die Startplätze für den Halbmarathon einsetzen wird“, sagt Markus Frisch, Geschäftsführer der Kölner Ausdauersport GmbH. „Das wollen wir etwas besser kanalisieren. In der ersten Euphorie nach dem Lauf bucht man schnell fürs nächste Jahr. Es macht schon Sinn, diese Entscheidung mit etwas zeitlichem Abstand zu treffen.“

Das ist nur ein Versuch, die sogenannte No-Show-Quote zu senken, die seit Jahren bei rund 25 Prozent liegt. Auch 2026 lag sie vor allem auf der Marathondistanz (42,195 Kilometer) in dieser Größenordnung. Von den 13.790 gemeldeten Teilnehmern gingen nur 10.345 an den Start. Jeder Vierte (24,98 Prozent) ließ seinen Startplatz verfallen. Beim Halbmarathon ist die Quote deutlich geringer. 16,4 Prozent der 20.589 gemeldeten Teilnehmer verzichteten auf den Lauf durch Köln. Über alle Wettbewerbe liegt die Quote derer, die gar nicht erst starten, bei 19,8 Prozent.

„Natürlich kalkulieren wir einen gewissen Schwund ein“, sagt Markus Frisch. „Wir haben schließlich unsere Erfahrungswerte. Die decken sich auch mit anderen großen Laufveranstaltungen in Deutschland.“

Wer mit einer illegal erworbenen Startnummer läuft, wird disqualifiziert
Markus Frisch, Geschäftsführer der Kölner Ausdauersport GmbH

Die häufigsten Ursachen für den Startverzicht seien Trainingsrückstand, Verletzungen oder Krankheiten. Für solche Fälle gibt es beim Köln-Marathon seit zwei Jahren eine offizielle Startplatzbörse, die bisher vier Wochen vor dem Start geschlossen wurde. Im kommenden Jahr will Frisch versuchen, sie auf zwei Wochen zu verkürzen, um gerade beim Halbmarathon noch mehr Nachrückern eine legale Teilnahme über die Warteliste zu ermöglichen und den Schwarzmarkt einzudämmen.

Startplätze auf Kleinanzeigen illegitim

Dass etliche Startplätze erst kurz vor dem Termin auf Kleinanzeigen-Portalen im Internet offeriert werden, ist den Veranstaltern ein Dorn im Auge, weil dadurch die Ergebnislisten verfälscht werden. Das ist vor allem bei der Altersklassenwertung ärgerlich.

„Das ärgert uns und wir gehen solchen Fällen auch nach. Wer dabei erwischt wird, dass er mit einer illegal erworbenen Startnummer läuft, wird sofort disqualifiziert und aus der Wertung genommen“, sagt Frisch. „Es gibt immer wieder Fälle, da posten Teilnehmer mit illegalen Startnummern ihre Fotos und Videos sogar im Netz.“

Positiv dagegen ist die Erkenntnis, dass die meisten Läuferinnen und Läufer den Marathon oder Halbmarathon gut vorbereitet angehen. Beim Rennen am Sonntag erreichten 93,7 Prozent der Marathonläufer das Ziel auf der Komödienstraße. Beim Halbmarathon waren es sogar 99 Prozent. So gut wie keine Ausfälle gab es auch bei den Staffelwettbewerben.