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150 aus 150Fritz Encke gilt als der „Vater der Kölner Parks“

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Fritz Encke

Fritz Encke

Als Gartenbaudirektor von Köln gestaltete Encke unter anderem den Klettenbergpark, den Vorgebirgspark, den Blücherpark und den Volkspark.

Zum 150. Geburtstag des Kölner Stadt-Anzeiger stellen wir jeden Tag eine bedeutende Kölner Persönlichkeit vor. Im 113. Teil der Serie geht es um den Gartenarchitekten Fritz Encke.

Bedeutung

Encke gilt als der „Vater der Kölner Parks“. Er absolvierte eine Gärtnerlehre und studierte 1880 bis 1882 an der Gärtnerlehranstalt Wildpark in Potsdam. Anschließend war er bis 1890 bei Gärtnereiunternehmen in Erfurt, im englischen Chester und in Berlin tätig. Er wechselte an das Potsdamer Lehrinstitut, wo er Geschichte und Theorie der Gartenkunst lehrte.


Fritz Encke

Geboren: 5. April 1861 in Oberstedten

Gestorben: 12. März 1931 in Herborn


1899 erhielt er den Titel „Königlicher Gartenbaudirektor“. 1903 nahm er die Stelle als Gartenbaudirektor in Köln an. Hier setzte er seine Ideen von einem „Volkspark“ und einem „sozialen Grün“ um. Dabei sollten die Grünanlagen breiten Bevölkerungsschichten zur Verfügung stehen.

Wirken in Köln

Zunächst begann Encke mit der Vollendung des von seinen Vorgängern begonnenen Stadtwalds in Lindenthal. Es folgten vor dem Ersten Weltkrieg die von ihm entworfenen Grünflächen Klettenbergpark, Vorgebirgspark, Blücherpark, Humboldtpark und Hindenburgpark (heute Friedenspark). 1913 erfolgte zudem unter Enckes Regie die Erweiterung des Zoos. Auf dem Gelände der Kölner Werkbundausstellung, die wegen des Ersten Weltkriegs vorzeitig abgebrochen wurde, ließ Encke großzügige Sport- und Spielflächen anlegen. Encke gestaltete auch mehrere kleinere Plätze in Wohngebieten.

Bis zu seiner Pensionierung 1926 legte Encke noch den Beethovenpark und als Krönung den Volkspark in Raderthal an. Letzterer entstand auf dem Gelände eines ehemaligen Pulvermagazins und beinhaltete Plätze zum Tanzen und zum Lesen, ein Naturtheater, einen Sandspielplatz und ein großes Wasserbecken. Seit 1980 steht der Park unter Denkmalschutz. Encke wirkte bei der Anlage des Äußeren Grüngürtels gestalterisch mit und veröffentlichte eine Schrift über die Kölner Grünanlagen. Die „Kölnische Zeitung“ urteilte zu seinem Abschied, dass aufgrund seines Schaffens Köln den Ruf habe, „in seinen gärtnerischen Anlagen die vorbildlichste Stadt Deutschlands zu sein“.

Bemerkenswert

Encke veröffentlichte 1907 ein Buch über Hausgärten. 1908 bis 1913 war er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst.

Spuren in der Stadt

In Lindenthal erinnert eine Straße an Encke. 2002 benannte die Stadt den Volkspark in Raderthal nach ihm.


Der Autor der 150 Kölner Persönlichkeiten ist Dr. Ulrich S. Soénius. Der Historiker und Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA) hat als Mitherausgeber des Kölner Personenlexikons (2008) über 630 Biographien für das Standardwerk zur Kölner Geschichte verfasst.