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Start der Jubiläumsserie150 Persönlichkeiten aus 150 Jahren Kölner Stadt-Anzeiger

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Grafik 150 Jahre Kölner Stadt-Anzeiger

Vor 150 Jahren ist die erste Ausgabe des „Kölner Stadt-Anzeiger“ erschienen.

Anlässlich des 150. Geburtstags des „Kölner Stadt-Anzeiger“ stellen wir täglich eine bedeutende Kölner Persönlichkeit vor. Viele Leserinnen und Leser haben bei der Auswahl geholfen.

In diesem Jahr feiert der „Kölner Stadt-Anzeiger“ seinen 150. Geburtstag. Am 14. November 1876, einem Dienstag, erhielten die Kölnerinnen und Kölner erstmals den Stadt-Anzeiger: Anfangs war dieser eine Beilage zur „Kölnischen Zeitung“, die seit 1802 publiziert wurde. Es dauerte einige Jahre, bis neben Anzeigen auch redaktionelle Beiträge erschienen. Anfangs waren dies solche, die für das Hauptblatt, das weit über Köln hinaus Bedeutung erlangt hatte, als zu belanglos erachtet wurden. Es waren aber die Nachrichten aus dem Leben in der Stadt, die die Menschen mehr und mehr interessierten. Dazu gehörten auch Geschichten um Menschen, die in und für Köln wirkten.

Dies hat sich bis heute durchgehalten. Ein Grund mehr, das Jubiläum zum Anlass zu nehmen, 150 bedeutende Frauen und Männer zu würdigen, die für die Stadt stehen und die in diesen 150 Jahren gewirkt haben. Dies waren und sind nicht wenige. Daher waren die Leserinnen und Leser gefragt, bei einer Auswahl mitzuhelfen: Wer steht besonders für Köln? Wer hat in dieser Stadt Großes geleistet, besondere Spuren hinterlassen? Welche Persönlichkeiten haben die Kölnerinnen und Kölner besonders beeindruckt?

Von Politik bis Film: Persönlichkeiten aus zehn Sparten

Um möglichst viele Bereiche des Lebens abzudecken, waren Vorschläge in zehn Sparten möglich: Politik, Wirtschaft, Musik, Literatur, Bildende Kunst, Wissenschaft, Medien/Publizistik/Film, Kabarett/Comedy/Karneval, Sport und Soziales. Der Zuspruch war enorm: Vorgeschlagen wurden insgesamt 568 Persönlichkeiten. Die Verteilung war breit, aber es gab auch viele Vorschläge für eine bestimmte Person, wie für Konrad Adenauer.

Zusätzlich erreichten die Reaktion Vorschläge, die nicht berücksichtigt werden konnten, weil diese Menschen nicht in den vergangenen 150 Jahren gelebt haben, wie etwa der „Gesellenvater“ Adolf Kolping. Es gab auch die Nennung von Gruppen, wie des 1. FC Köln, oder ganzen Familien. Gesucht waren aber einzelne Persönlichkeiten.

Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen

Da Frauen lange Zeit keine Möglichkeit hatten, mit ihrem Wirken in der Öffentlichkeit gleichberechtigt sichtbar zu werden, ist die große Mehrzahl der Vorgeschlagenen männlich. Mit genauem Blick auf die tatsächlichen Verdienste und den Einfluss von Frauen in und für Köln – insbesondere in jüngerer Vergangenheit – ließ sich dieses Ungleichgewicht zumindest in Teilen austarieren.

568 Vorschläge für eine Liste mit am Ende 150 Namen – da hieß es, eine Auswahl zu treffen. Die Kriterien dafür sind die Gesamtbedeutung einer Persönlichkeit für Köln und darüber hinaus, ihr nachweisbares Wirken und ihre Spuren in der Stadt.

In den nächsten Monaten stellen wir diese „150 Persönlichkeiten aus 150 Jahren“ vor – täglich eine. Am Ende werden die Leserinnen und Leser erneut gefragt, wer von diesen 150 Männern und Frauen noch einmal besonders herausgehoben werden soll. Dazu später mehr. Ab jetzt gilt es: 150 aus 150 – lassen Sie sich überraschen.


Der Autor der 150 Kölner Persönlichkeiten ist Dr. Ulrich S. Soénius. Der Historiker und Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA) hat als Mitherausgeber des Kölner Personenlexikons (2008) über 630 Biographien für das Standardwerk zur Kölner Geschichte verfasst.