Abo

„Cologne Noir“Kölnisches Stadtmuseum nimmt Schwarz-Weiß-Fotos von Gastronom in Sammlung auf

2 min
Folgen
Person an Treppenzugang, schwarz-weiß

Das Kölnische Stadtmuseum hat die 12-teilige Fotoserie „Cologne Noir“ des in Köln lebenden Fotografen und Gastronom Franck Prevot in seine Sammlung aufgenommen.

Franck Prevot leitet das Weinlokal Stickel in Neu-Ehrenfeld. Seine Passion ist seit jeher die Fotografie. 

Ob die Neon-Leuchtröhre im Ehrenfelder Bahnhof oder die Schatten auf dem markanten Museumsbau des Kolumba: In seinen Fotografien fängt der in Köln lebende Fotograf Franck Prevot eine besondere Stimmung ein. Die Fotos in ihrer reduzierten Schwarz-Weiß-Ästhetik sind erkennbar in Köln verortet, erkunden aber auch grundsätzlich das Verhältnis von Licht, Schatten, dem Menschen im urbanen Raum und architektonischen Formen. Das Kölnische Stadtmuseum hat die 12-teilige Fotoserie „Cologne Noir“ kürzlich in seine Graphische Sammlung aufgenommen.

Dort soll es dauerhaft „konservatorisch betreut und für die Öffentlichkeit“ gesichert werden, heißt es. Zu den rund 450.000 Objekten des Museums gehört auch eine umfangreiche fotografische Sammlung, die von Abzügen aus der Frühzeit der Fotografie bis zu gegenwärtigen fotografischen Auseinandersetzungen mit der Stadt Köln reicht. Sie möchte die Entwicklung Kölns dokumentieren und „liefert als ein zentraler Bildspeicher wichtige Impulse für Forschung, Vermittlung und aktuelle gesellschaftliche Debatten“, heißt es nach Angaben des Museums.

Franck Prevot gründet Online-Plattform für Fotografie

„Mit Cologne Noir habe ich an einem Wettbewerb teilgenommen, und damit einen Preis in Paris gewonnen. Danach habe ich mich ans Stadtmuseum gewandt. So ist das entstanden“, sagt der gebürtige Pariser im Gespräch mit dieser Redaktion. Der 56-Jährige lebt und arbeitet seit 30 Jahren in Köln. „Ich bin quasi eingekölscht.“ Er habe damals eine neue Sprache dazulernen wollen und sei dann hier geblieben. „Ich habe mich in Köln wohlgefühlt.“ Er fotografiert seit er 16 Jahre alt ist. „Mit analoger Fotografie habe ich angefangen“, so Prevot.

Franck Prevot

Der 56-Jährige fotografiert seit er 16 Jahre alt ist. Daneben hat er immer in der Gastronomie gearbeitet.

Doch hauptberuflich ist Prevot Gastronom. Seit vier Jahren leitet er zusammen mit Geschäftspartner Colm Klappich das Restaurant Stickel in Neu-Ehrenfeld. Die beiden arbeiteten zuvor jahrelang im Palanta in Sülz. In Paris begann Prevot seine gastronomische Laufbahn unter anderem im bekannten Pariser Hotel Bristol. Nebenbei hat er immer fotografiert. Wenn er gerade nicht Gastgeber im Stickel ist, widmet Prevot seine freie Zeit einem recht neuen Projekt: er hat die Online-Plattform für Fotografie „Streetgrapher“ gegründet.

Impression aus der City: Menschen und Gebäude spiegeln sich in einer Pfütze.

Impression aus der Kölner City: Menschen und Gebäude spiegeln sich in einer Pfütze.

„Das ist eine kuratierte Plattform für zeitgenössische Street- und Urban-Fotografie und gerade online gegangen. Wir sind derzeit fünf Künstler, einer aus Japan, Jakarta, zwei Deutsche und einer aus Frankreich“, so Prevot. Die Plattform soll den Fotografen bessere Sichtbarkeit bieten. Man kann die Fotos dort bestellen, dann erst werden sie gedruckt („Print on Demand“-Prinzip). Das sei ein zeitintensives Projekt, so Prevot. 

Weitere Infos gibt es online auf streetgrapher.com und franckprevot.com.