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150 aus 150Peter Herbolzheimer war einer der wichtigsten deutschen Jazzmusiker

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Der deutsche Jazz-Komponist und Bigband-Leiter Peter Herbolzheimer 31. Dezember 1935 in Bukarest - 26. März 2010 in Köln. The German jazz composer and big band leader Peter Herbolzheimer born 31.12.1935 in Bukarest / Romania past 26.03.2010 in Cologne / Germany. Trossingen BW DEUDEGERMANYDEUTSCHLANDALLEMAGNE

Der deutsche Jazzkomponist und Big-Band-Leiter Peter Herbolzheimer. (Archivfoto)

Der Jazzmusiker leitete die bekannte Big Band „Rhythm Combination & Brass“ und prägte die Entwicklung des Jazz in Deutschland.

Zum 150. Geburtstag des Kölner Stadt-Anzeiger stellen wir jeden Tag eine bedeutende Kölner Persönlichkeit vor. Im 83. Teil der Serie geht es um den Jazzmusiker Peter Herbolzheimer.

Bedeutung

Herbolzheimer war einer der herausragenden deutschen Jazzmusiker und -komponisten. Er wuchs in Rumänien auf, siedelte 1951 nach Deutschland über und ging auch für einige Jahre in die USA. Sein erstes Instrument war die Gitarre, dann wechselte er zur Bassposaune. Herbolzheimer studierte in Nürnberg Musik und Komposition. 1969 gründete er die „Rhythm Combination & Brass“. In der ungewöhnlichen Besetzung einer gleichen Zahl von Blechbläsern und Rhythmusmusikern schuf er eine der einflussreichsten Big Bands Europas.

Der Familienvater komponierte in der Badewanne, seinem Rückzugsort. Er war Mitarrangeur der Einzugsmusik für die Olympiade 1972 in München, gespielt vom Orchester Kurt Edelhagen. Herbolzheimer führte die Zwölftonmusik in den Jazz ein und komponierte Filmmusik. Er blieb stets seinem Genre treu, obwohl er für den Schlagersänger Roy Black an dessen Karrierebeginn einige Lieder arrangierte. Auch für Udo Lindenberg schrieb er Bläsersätze und spielte in dessen „Panikorchester“ mit. Teilweise wählte er die Pseudonyme Peter Neven und Sergio Varron. Alfred Biolek holte Herbolzheimer samt Band in seine TV-Musikshow Bio’s Bahnhof.


Peter Herbolzheimer

Geboren: 31. Dezember 1935 in Bukarest

Gestorben: 27. März 2010 in Köln


1988 gründete er zur Nachwuchsförderung das Bundesjazzorchester, dessen künstlerische Leitung er bis 2006 innehatte. Viele Jazzmusiker, unter ihnen Till Brönner, begannen hier ihre Karriere. 1994 arrangierte er zur Eröffnung des Bonner Hauses der Geschichte ein Potpourri aus Deutschlandlied, DDR- sowie Europa-Hymne. Herbolzheimer gab Seminare und Workshops in Jazzmusik, auch international. Bis 2006 war er Vorsitzender der Deutschen Jazz-Union.

Wirken in Köln

Anfang der 1980er Jahre feierte die „Harlem Story“, eine Musik- und Tanzshow, im Schauspielhaus mit der WDR Big Band unter Leitung von Herbolzheimer große Erfolge. Als Gastdozent an der Hochschule für Musik und Tanz prägte er junge Jazz-Musiker.

Bemerkenswert

In den USA arbeitete Herbolzheimer bei General Motors als Karosseriedesigner. Er nannte sich auf LP-Covern selbstironisch „Fatman“.

Spuren in der Stadt

2007 erhielt er den Lehrer-Welsch-Preis der Kölner Sektion des Vereins Deutsche Sprache für deutsche Texte im Jazzmilieu.


Der Autor der 150 Kölner Persönlichkeiten ist Dr. Ulrich S. Soénius. Der Historiker und Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA) hat als Mitherausgeber des Kölner Personenlexikons (2008) über 630 Biographien für das Standardwerk zur Kölner Geschichte verfasst.