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Hendrik Wüst„Kölner Zeitungen leisten einen wichtigen Beitrag“

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NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst betont in seinem Grußwort zum Verlagsjubiläum: Die Kölner Zeitungen sind als verlässliche journalistische Stimmen wichtiger denn je.

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ feiert seinen 150. Geburtstag und die „Kölnische Rundschau“ wird 80 Jahre. Das sind für sich genommen zwei beeindruckende Jubiläen. Zusammen stehen sie für viele Jahrzehnte erfolgreiche rheinische Zeitungs- und Mediengeschichte. Meinen herzlichen Glückwunsch zu diesen beiden Jubiläen!

Als der „Kölner Stadt-Anzeiger“ 1876 gegründet wurde, stand das Telefon noch am Anfang seiner Entwicklung – als die „Kölnische Rundschau“ 1946 erstmals erschien, lagen Köln und große Teile unseres Landes in Trümmern. Seither haben sich Medien und Kommunikation grundlegend verändert. Unsere Welt ist schneller, dichter und lauter geworden. Informationen erreichen uns innerhalb von Sekunden. Ein kurzer Blick genügt – mit dem Smartphone tragen wir Nachrichten, Bilder und Kommentare aus aller Welt jederzeit bei uns. Gerade die sozialen Medien prägen zunehmend, wie wir Wirklichkeit wahrnehmen.

Regionalzeitungen erklären politische Entscheidungen im Kleinen wie im Großen
Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes NRW

Mit der Künstlichen Intelligenz kommt nun eine weitere tiefgreifende Veränderung hinzu. Neben ihren großen Potenzialen entstehen neue Herausforderungen: Informationen und Meinungen verbreiten sich in hoher Geschwindigkeit, nicht immer sind sie geprüft, nicht immer sind Zusammenhänge auf den ersten Blick erkennbar. KI macht es leichter, gefälschte Bilder und Texte zu erstellen und zu verbreiten. Guter Journalismus ist deshalb heute umso wichtiger. Demokratie und Freiheit brauchen unabhängige Medien. Sie brauchen Journalistinnen und Journalisten, die recherchieren, prüfen, einordnen und Widerspruch aushalten. Und sie brauchen Medien, denen die Menschen vertrauen können.

Regional- und Lokalzeitungen spielen eine ganz besondere Rolle: Sie berichten über das, was vor der eigenen Haustür geschieht. Sie erklären politische Entscheidungen im Kleinen wie im Großen, begleiten gesellschaftliche Veränderungen und geben den Themen Raum, die die Menschen bewegen. So schaffen sie Öffentlichkeit dort, wo Demokratie im Alltag erlebt und gelebt wird.

„Verlässliche journalistische Stimmen  sind wichtiger denn je“

Gerade in herausfordernden Zeiten und einer kaum überschaubaren Nachrichtenfülle sind verlässliche journalistische Stimmen wichtiger denn je. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und die „Kölnische Rundschau“ erfüllen diese Aufgabe seit vielen Jahrzehnten. Sie haben die Entwicklung des Rheinlands begleitet, vom Wiederaufbau und Wandel, von Krisen und Erfolgen erzählt und Generationen von Leserinnen und Lesern ermöglicht, sich ein eigenes Bild von ihrer Heimat und der Welt zu machen. Heute erscheinen die beiden traditionsreichen Zeitungstitel unter einem gemeinsamen Verlagsdach und bleiben zugleich redaktionell unabhängig. Bei DuMont weiß man, welchen Wert eine freie und starke Presse für eine Stadt, eine Region und unsere Demokratie hat. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und die „Kölnische Rundschau“ leisten täglich ihren ganz eigenen und wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Köln und im Rheinland.

Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beiden Zeitungen, die ihre Arbeit mit viel journalistischer Neugier, Sorgfalt und großem Verantwortungsbewusstsein erfüllen. Dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der Kölnischen Rundschau wünsche ich alles Gute und für die Zukunft weiterhin viel Erfolg, starke journalistische Stimmen und eine enge Verbundenheit mit dem Land und den Menschen in Nordrhein-Westfalen.