Eos in der Kölner ElsaßstraßeMacher des Südstadt-Restaurants Phaedra eröffnen Weinbar
In der ehemaligen Epicerie Boucherie in der Südstadt soll ein Ort entstehen, an dem sowohl Wein-Einsteiger als auch Kenner ihren Platz finden.

Kosta und Sophia Tzikas eröffnen die Weinbar am 10. November.
Copyright: Alexander Schwaiger
Die Südstadt scheint auf dieses gastronomische Konzept gewartet zu haben. Immer wieder bleiben Passanten vor dem kleinen Lokal in der Elsaßstraße stehen und schauen neugierig durchs Fenster. „Echt schön geworden“, sagt ein Mann, der seinen Kopf in die Tür steckt. Das knallig-rot-orangene Logo der Weinbar Eos leuchtet außen schon an der Fassade. Bis zur Eröffnung nächste Woche Dienstag (10. November) ist allerdings noch einiges zu tun für Kosta und Sophia Tzikas.
Die Vorfreude der Südstädter auf die neue gastronomische Anlaufstelle dürfte auch deshalb groß sein, weil hinter dem Projekt einer steckt, der das Veedel kennt. Und der dort, aber auch weit darüber hinaus geschätzt wird. Seit 2018 betreibt Kosta Tzikas nur 100 Meter weiter das Phaedra, eines der renommiertesten mediterranen Restaurants der Stadt.

Die Uhr und die Waage sind eine Erinnerung an Vorgänger David Boucherie.
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Mit der Weinbar Eos wollen Kosta und seine Schwester Sophia Tzikas ein möglichst niedrigschwelliges Angebot schaffen, in dem sich dennoch die geballte Weinexpertise widerspiegelt, die sich Tzikas über die Jahre aufgebaut hat. Die Weinkarte im Phaedra ist auch von Kritikern hochgelobt. „Mit einem solchen Weinkeller eine Weinbar zu eröffnen, macht Sinn“, findet Tzikas. In der Weinbar Eos umfasst die Karte rund 120 Positionen. Der Fokus liegt auf Wein aus mediterranen Ländern und Deutschland.
Weinbar Eos: Offene Weine ab sechs Euro
Offene Weine starten bei sechs Euro, Flaschen bei 29 Euro. Gleichzeitig gehören Champagner, gereifte Weine und Raritäten zum Angebot, die schnell auch mal mehrere hundert Euro kosten. Auch ein paar Cocktails stehen auf der Karte. „Wir wollen eine unprätentiöse Weinbar sein“, sagt Tzikas. „Jeder kann einfach reinkommen und ein Glas Wein trinken. Und keiner wird schräg angeschaut, wenn er doch lieber ein Bier trinken will.“ Nur die Hälfte der Plätze kann reserviert werden, um auch Laufkundschaft begrüßen zu können.
Zum Wein gibt es eine Reihe von Snacks – Brot, Oliven, Oktopus-Salat, überbackene Austern oder französischen Käse – und zwei wechselnde Hauptgänge, die jeweils unter 30 Euro kosten. „Auch beim Essen legen wir Wert auf eine hohe Produktqualität“, sagt Tzikas, der im Tagesgeschäft zwar nicht in der Weinbar kocht, den Gerichten aber seine Handschrift verleiht. Zum Start stehen geschmorte Ochsenbäckchen mit Risoni, Tomate, Parmesan und Basilikumöl sowie Kürbis-Risotto mit Mascarpone und Herbsttrüffel auf der Karte. „Für Reservierungen ab fünf Personen gibt es auch eine Menü-Option mit mehreren Snacks und einem kleinen Hauptgericht“, sagt Sophia Tzikas.

Rot- und Beige-Töne dominieren den kleinen Gastraum.
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Nach 19 Jahren hatte Vorgänger David Boucherie sein Bistro in der Elsaßstraße 3 geschlossen. Die Epicerie Boucherie war lange Zeit eine feste Größe für frankophile Kölner. Für den Umbau vom französischen Bistro zur mediterranen Weinbar blieb gerade einmal ein Monat. Das Knallgelb an der Wand ist einem Beige-Ton gewichen, die vorher weiße Decke erstrahlt nun in Rot. Passend zum Namen. Eos ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Morgenröte. Die Bistrotheke ist verschwunden, dafür dominieren jetzt ein wandfüllendes Weinregal und der imposante Kronleuchter das Bild.
Sophia Tzikas wird das Gesicht der Weinbar
Die ersten Pläne der Weinbar entstanden schon vor anderthalb Jahren, als David Boucherie sich Gedanken um seinen Rückzug machte. Er suchte einen Nachfolger und sprach auch Kosta Tzikas an. „Ohne einen Partner kam das für mich aber nicht infrage“, sagt Tzikas. So war es letztlich eine glückliche Fügung, dass Kostas Schwester Sophia, die sich vorher beruflich mit Sprachen beschäftigte, als Quereinsteigerin über einen Job in der Gastronomie nachdachte. „Ich habe schon immer gerne mit Menschen gearbeitet und konnte mir das gut vorstellen“, sagt Sophia Tzikas, die das Gesicht der Weinbar wird. „Wir haben sie im letzten halben Jahr ordentlich fit für die Gastronomie gemacht“, sagt ihr Bruder. Am International Wine Institute in Ahrweiler ließ sie sich zudem zur Junior-Sommelière ausbilden. Ein weiterer Sommelier und ein Koch vervollständigen das Team.
Weinbar Eos, Elsaßstraße 3, 50677 Köln, ab Dienstag, 10. November, Dienstag bis Freitag ab 18 Uhr, Samstag ab 17 Uhr