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Al Pastor, Birria, Taco-TrickWas die neue Taqueria Tobabo in Ehrenfeld bietet

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Die neue Taqueria Tobabo von innen mit roten Stühlen.

Die neue Taqueria Tobabo in Köln.

Tacos, Birria und Al Pastor statt Cheesesteaks: In Ehrenfeld hat die Taqueria Tobabo eröffnet. Dahinter steckt ein lang gehegter Traum.

In den Räumen, in denen zuletzt Sam's Cheesesteak seine Gäste mit amerikanischem Essen versorgte, haben Chiara Stark und Tom Balling ihr erstes eigenes Restaurant eröffnet. Seit dem 1. August gibt es in Ehrenfeld nun Tacos, Burritos und mexikanisches Streetfood. Vom früheren Diner sind der schwarz-weiße Schachbrettboden und die roten Stühle geblieben.

Idee für Taqueria: Von Kalifornien nach Köln

Die Idee für eine eigene Taqueria hatte vor allem Tom Balling schon früh. Sein Onkel lebt in Kalifornien, weshalb er bereits während seiner Schulzeit regelmäßig dort zu Besuch war. Dabei lernte er mexikanisches Essen kennen und lieben. Zurück in Deutschland habe ihm vor allem eines gefehlt: authentisches mexikanisches Streetfood und die kleinen Taquerias, wie er sie aus Kalifornien kannte.

Während seines Studiums sei der Gedanke an ein eigenes mexikanisches Lokal wieder stärker geworden, erzählen die Betreiber. Auch Chiara Stark war mit ihrem damaligen Job nicht wirklich zufrieden. Irgendwann hätten sie sich deshalb gefragt: Warum nicht gemeinsam etwas Eigenes aufbauen? 2024 starteten die beiden zunächst mit ihren Foodtrucks und sind seitdem auf Märkten, bei Events und verschiedenen Veranstaltungen unterwegs. Der Traum von einer eigenen Taqueria sei dabei von Anfang an geblieben – nur habe niemand damit gerechnet, dass er sich so schnell erfüllen würde.

Die Taqueria Tobabo von innen mit roten Stühlen und silbernen Tischen.

Die Taqueria Tobabo von innen.

Denn die Räume in Ehrenfeld fanden Stark und Balling eher durch Zufall. Im Internet stießen sie auf die Anzeige von Sam's Cheesesteak. Bei der Besichtigung passten die Gegebenheiten gut zu ihren Vorstellungen, und aus der spontanen Entdeckung wurde die Möglichkeit für das erste eigene Restaurant.

Aus Sam's Cheesesteak wird Taqueria

Am 16. Juni hielten Stark und Balling die Übergabe der Räume in einem Video fest. Danach wurde aus dem Diner Schritt für Schritt die Taqueria. Die Wände wurden neu gestrichen, ein eigenes Graffiti kam hinzu, dazu Leuchtschilder, mexikanische Details und eine neue Theke. Und ganz wichtig: der neue Drehspieß für die Taco-Spezialität Al Pastor sowie eine Salsa-Bar. Den Schachbrettboden und die roten Stühle behielten sie bewusst. Auch digitale Bestellterminals wurden installiert.

Die Wochen vor der Eröffnung seien geprägt gewesen von Planung, Paketen, Streichen und Aufbauen, berichten die Betreiber. Auf Instagram fassten sie die Zeit als „ganz viel Chaos“ zusammen. 

Taqueria Tobabo: Tacos essen in Ehrenfeld

Auf der Karte geht es um mexikanisches Streetfood: Neben Tacos gibt es Burritos, Nachos und Suppen. Auch vegetarische und vegane Varianten stehen zur Auswahl, darunter Black Beans, „NoBeef“ auf Sojabasis und eine Champignon-Birria. Dazu gibt es traditionelle mexikanische Drinks wie Jamaica und Horchata.

Taqueria Tobabo mit Theke und Spieß.

Taqueria Tobabo mit Theke und Al-Pastor-Spieß.

Besonders wichtig ist den Betreibern die eigene Herstellung. „Wir machen bei uns alles selbst“, sagen sie. Salsas und Marinaden werden ebenso selbst zubereitet wie das Fleisch und die speziellen Drinks. Das sei ein zentraler Bestandteil ihres Konzepts und ihrer Vorstellung von mexikanischem Streetfood.

Diese Spezialitäten gibt es in der neuen Taqueria Tobabo

Zu den Spezialitäten gehören Al Pastor und Birria. Für den Al Pastor wird Schweinefleisch in Achiote, Chili, Ananas und geheimen Gewürzen mariniert, am Spieß gegrillt und im Taco mit Ananas, Zwiebeln und Koriander serviert. Bei der Birria wird Rindfleisch langsam in einer Brühe aus Chili, Knoblauch, Zwiebeln und geheimen Gewürzen gegart. Die Champignon-Birria ist die fleischlose Variante.

Der besondere Taco-Trick kommt an der Salsa-Bar: Statt ihre Tacos fertig belegt zu servieren, überlassen Stark und Belling es ihren Gästen, selbst Hand anzulegen. Verschiedene Salsas und Toppings stehen bereit und können nach eigenem Geschmack auf den Taco gegeben werden. „All You Can Top“ nennen Stark und Balling das Prinzip. So entscheidet jeder selbst, wie viel Salsa und Topping auf dem eigenen Taco landet – und wie scharf es werden darf.

Haribo als Vorbild für den Namen der Taqueria Tobabo

Auch der Name des Restaurants hat eine persönliche Geschichte. Stark stammt wie Balling aus Bonn und beschäftigte sich nach eigenen Angaben einst mit der Geschichte von Haribo. Dabei stieß sie darauf, dass sich der Name aus dem des Gründers Hans Riegel und dem Kürzel für Bonn zusammensetzt. Als die beiden später selbst nach einem Namen für ihr Unternehmen suchten, gefiel ihr die Idee, ebenfalls den Namen eines Gründers aufzugreifen.

Mit ihrem eigenen Namen sei das schwieriger gewesen, sagt Stark. Also probierte sie es mit Toms Namen: Tom Balling aus Bonn – Tobabo. So entstand der Name der Taqueria, der gleichzeitig eine persönliche Verbindung zu Tom und zum gemeinsamen Gründerort Bonn hat.

Taqueria Tobabo, Venloer Straße 425b, 50825 Ehrenfeld | taqueriatobabo.com | Täglich ab 12 Uhr geöffnet