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SicherheitsbedenkenEhrenfelder Lokalpolitiker fordern Entfernung alter Radweg-Markierungen

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Kaum noch zu erkennen ist der Radweg entlang der Venloer Straße westlich des Ehrenfeldgürtels. Die Benutzung ist noch erlaubt, aber sie macht die Räume eng.

Kaum noch zu erkennen ist der Radweg entlang der Venloer Straße westlich des Ehrenfeldgürtels. Die Benutzung ist noch erlaubt, aber sie macht die Räume eng.

Die Grünen in Ehrenfeld fordern die Entfernung nicht benutzungspflichtiger Radweg-Markierungen wegen Sicherheitsbedenken und Platzmangel.

Radwege aus grauer Vorzeit, gerade mal 1,20 Meter breit, angelegt zwischen Gehweg und Pkw-Parkplätzen – im Normalfall darf der Radfahrer sie längst ignorieren und auf der Straße fahren. Denn wer sie nutzt, geht nicht nur die Gefahr des „Dooring“ ein – also des plötzlichen Öffnens einer Autotür, die den Radfahrer aus dem Sattel holen kann. Auch Konflikte mit Fußgängern sind vorprogrammiert, insbesondere, wenn die Gastronomie einen Großteil des Gehwegs beansprucht und die Lage vollends unübersichtlich macht. Denn anders als etwa auf gemeinsamen Geh- und Radwegen, müssen die Radfahrer hier keine besondere Rücksicht auf zu Fuß Gehende nehmen.

Verboten ist die Nutzung dieser altertümlichen Radwege auch dann nicht, wenn eine entsprechende Beschilderung fehlt. Die Radwege müssen lediglich noch als solche erkennbar sein, etwa durch eine Rot-Einfärbung oder durch eine Pflasterung, die nicht der des angrenzenden Gehwegs entspricht. Da darf die Einfärbung auch mal stark verblasst sein, wie im Fall des Radwegs entlang der Venloer Straße im Abschnitt zwischen Ehrenfeldgürtel und der Äußeren Kanalstraße.

Grüne wollen alte Radweg-Markierungen entfernen

Was auch zur Folge haben kann, dass jene Radfahrer, die lieber auf die Fahrbahn wechseln, weil es dort sicherer ist, von Pkw-Fahrern angefeindet werden, die sie am liebsten auf den Radweg zurückscheuchen würden. Um für Klarheit und Eindeutigkeit zu sorgen, aber auch, um ausreichend Platz auf den Gehwegen zu schaffen, stellte die Grünen-Fraktion in der Ehrenfelder Bezirksvertretung den Antrag, die Markierungen aller nicht mehr benutzungspflichtigen Radwege zu entfernen und die Gehwege so zu erneuern, dass ihre gesamte Fläche von Fußgängern genutzt werden kann.

In der Sache gab es viel Zustimmung von den übrigen Bezirksvertretern. Von katastrophalen baulichen Zuständen einiger alter Radwege war die Rede, von Radwegen, die abrupt im Nirgendwo enden und die Radfahrer auf den Gehweg zwingen: „Ich könnte Ihnen sofort 15 solcher Radwege aufzählen“, sagte Marlis Pöttgen von der Fraktion Volt/FDP. Dennoch beurteilte sie den Antrag eher skeptisch: „Der schlägt die Verwaltung platt.“

Denn notwendig wäre in vielen Einzelfällen wohl eine umfassendere Neugestaltung der betroffenen Straßen. Eine Umsetzung des Antrags wäre damit nicht nur teuer, sondern würde langfristig einen Großteil der Ressourcen der Straßenverwaltung binden. „Ohne eine Priorisierung hat der Antrag keine Chance“, meinte denn auch Andreas Schmitz, stellvertretender Bürgeramtsleiter in Ehrenfeld. Nun wollen sich die Bezirksvertreter auf zwei Radwege einigen, die als besonders problematisch gelten. Im Gespräch sind etwa der genannte Bereich auf der Venloer Straße, aber auch der Sandweg in Bickendorf.