Abo

Spätsommersonne über KölnDie letzten Sommertage genießen

3 min

Von der neuen Freitreppe am Deutzer Rheinufer aus kann man eine herrliche Aussicht genießen.

Köln – Nein, der vergangene Sonntag war nicht nur gefühlt ein Herbsttag. Der Dauerregen und die Höchsttemperatur von 13 Grad verdienen laut Meteorologe Malte Witt vom Deutschen Wetterdienst in Essen auch „amtlich“ das Prädikat „herbstlich“. Da kommt Wehmut auf und auch ein wenig Panik. War’s das etwa schon wieder mit dem Sommer?Mit längeren Hitzeperioden jedenfalls ist in diesem anfangs viel zu trockenen und insgesamt fast zwei Grad zu warmen Sommer nicht mehr zu rechnen, prognostiziert Malte Witt. Allerdings dürfen wir uns bis Sonntag erst einmal noch über sommerliche Temperaturen freuen. Also: Jetzt oder nie. Nutzen wir die letzten Sommertage! Um ins Open-Air-Kino zu gehen oder auf die neue Freitreppe am Rhein. Kollegin Ina Henrichs und ich haben uns das für dieses Wochenende jedenfalls fest vorgenommen. Einmal noch!#bigimage

Jeden Sommer das gleiche Ritual: Meine Freundin und ich laufen zum Eismann und kaufen uns ein Spaghetti-Eis, das Größte im Angebot mit einer Extraportion Sahne. Jedes Mal der gleiche irritierte Blick vom Eismann, weil sie ihr Eis mit Schokoladen- statt Vanillegeschmack nimmt. Dann spannen wir eine Hängematte zwischen den beiden großen Bäumen im meinem Garten auf, schnappen uns ein gutes Buch, schlecken genüsslich das Eis und genießen das Leben.

Wann endet der Sommer? Wenn in der Bäckerei Zwetschgen- statt Erdbeerkuchen ausliegt! Ich liebe Beeren, deshalb muss ich die Saison voll auskosten. Hier noch ein Rezept für den schnellsten Nachtisch der Welt: Mascarpone mit Magerquark mischen, mit Vanillezucker süßen, etwas Zitronenschale und Zimt dazu. Mit allerlei Beeren bestreuen, passt gut zu Baisser.

Warum Wandern ein Luxusproblem darstellen könnte, erfahren Sie hier:

#'Umbr

Mit Freunden auf der Poller Wiese Fußball spielen. Danach noch ein Weilchen den Sonnenuntergang genießen, etwas quatschen und ein Bier trinken. So gestalteten sich jahrelang meine Sommer-Montage. Leider habe ich es dieses Jahr bisher nicht zum Kicken geschafft. Aber zumindest zum gemütlichen zweiten Teil möchte ich gerne noch einmal dazustoßen!

Die Farbe des Sommers ist für mich schwarz mit gleißenden Lichtpunkten. Das schönste im Sommer sind nämlich die Nächte. Damals als Kind vor dem Kamin, mein Vater spielte „Wir lagen vor Madagaskar“ auf der Gitarre. Und heute? Reicht die Jugendlichkeit noch für eine Nacht neben der Glut des Kugelgrills. Mit Schweinefackeln im Bauch, Haaren, die nach Feuer riechen und mit vom Spielen schmutzigen Kindern, die um Mitternacht Stockbrot grillen. Einmal noch.

In anderen Sommern war ich – gefühlt – jedes zweite Wochenende irgendwo in der Region wandern. In diesem Jahr bin ich irgendwie nicht dazu gekommen, jedenfalls nicht hier, nur im Urlaub. Ich sehe ein: Das ist ein Luxusproblem. Und wandern könnte ich natürlich auch im Herbst noch. Trotzdem freue ich mich auf meine mehrtägige Tour durch die Eifel, die jetzt noch ansteht. Und ich hoffe, dass der Sommer wirklich erst danach zu Ende geht.

Was es mit dem Mohnblumenprint auf sich hat, lesen Sie hier:

Hehre Kulturziele der Kollegen – Respekt. Ich gestehe, dass mich umtreibt, ob ich noch einmal meine schönsten Sommerkleider tragen kann, bevor sie schweren Herzens wieder ganz hinten im Kleiderschrank versinken und von einer Mauer dicker düsterfarbiger Wollpullis verschwinden. Zur Not auch nur im Garten. Es lebe der Mohnblumenprint!

Ich möchte in diesem Sommer unbedingt noch an den Escher See fahren und meine Füße in den Sand des Beachclubs halten. So kann ich mich vielleicht wieder ein bisschen wie im Urlaub an der Atlantikküste fühlen. Dazu möchte ich eines der fünf neuen Sommerkleider tragen, die ich kürzlich im Schlussverkauf erstanden habe.