Glatteis sorgt in NRW für erste Behinderungen. Die Lage bleibt angespannt – und der Tag könnte noch tückisch werden.
Tief „Gunda“Glatteis bremst in NRW den Verkehr – Polizei lobt vorsichtige Autofahrer

Der Regen auf den eiskalten Böden führt in Teilen Nordrhein-Westfalens zu Verkehrsbehinderungen.
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Das angekündigte Unwetter mit Glatteis macht sich in Nordrhein-Westfalen bemerkbar. In mehreren Regionen kommt es zu ersten Verkehrsbehinderungen, vor allem im Oberbergischen Land, im Sauerland und in Ostwestfalen. Auf den Autobahnen A4, A45 und A3 geht es stellenweise nur noch im Schritttempo voran.
Schwere Unfälle blieben nach Angaben der Polizei zunächst aus. „Alle fahren vorsichtig“, teilte die Polizei im Kreis Siegen-Wittgenstein mit. Auch aus anderen Regionen wurden in der Nacht keine glättebedingten Unfälle gemeldet. Einige Sprecher wiesen jedoch darauf hin, dass sich die Auswirkungen des Wetters erst am Nachmittag zeigen werden.
Regen trifft auf gefrorene Böden und sorgt für Glatteis
Landesweit sind die Winterdienste im Dauereinsatz. Dadurch seien die Straßen vielerorts weiterhin gut befahrbar, berichtete ein dpa-Reporter aus dem Ruhrgebiet. Dennoch zeigt ein Blick auf das Verkehrsportal des NRW-Verkehrsministeriums: Vor allem in Richtung Rheinland-Pfalz und in den höher gelegenen Regionen stockt der Verkehr.
Auslöser der Glätte ist eine Warmfront, die in der Nacht über die großen Ballungsräume gezogen ist. Über Köln, Düsseldorf und Duisburg hinweg erreichte sie gegen 3 Uhr NRW. Der einsetzende Regen traf vielerorts auf gefrorene Böden und verwandelte Straßen in rutschige Flächen.
Winterdienste im Dauereinsatz – Warnung teilweise aufgehoben
Der Deutsche Wetterdienst hatte für ganz Nordrhein-Westfalen die zweithöchste Unwetterwarnstufe vor Glatteis ausgegeben. Diese wurde am Morgen teilweise wieder aufgehoben. Vom Niederrhein bis nach Düsseldorf, Duisburg und Essen besteht nach Einschätzung der Meteorologen keine große Gefahr mehr durch überfrierende Nässe.
Für die übrigen Teile von NRW wird weiter bis 10 Uhr mit der zweithöchsten Warnstufe vor glatten Straßen gewarnt. In Ostwestfalen könne es sogar bis 13 Uhr noch gefährlich glatt werden, schreibt der DWD.
Deutsche Bahn drosselt die Geschwindigkeit
Die Deutsche Bahn rechnet angesichts der angekündigten Glatteis-Lage am Montag mit Einschränkungen im Betrieb und mit Verspätungen. Man habe „vorsorglich die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf einzelnen Schnellfahrstrecken reduziert“, hieß es auf der Website der Bahn.
Betroffen seien zunächst die Abschnitte zwischen Hannover und Frankfurt, Wolfsburg und Berlin sowie Köln und Frankfurt. Dadurch könne es zu Verspätungen und Anschlussverlusten kommen. Alle ICE-Züge zwischen Berlin und Frankfurt würden zudem nicht in Braunschweig und Hildesheim halten, erklärte die Bahn. (sbo/dpa)

