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Ausbaupläne
Der FC sollte auf die Kompromiss-Lösung setzen

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19.06.2026, Köln: Der Trainingsplatz Nummer 2 befindet sich auf dem Gelände des Fußballvereins 1. FC Köln am Geißbockheim im Rhein-Energie-Sportpark. Seit Jahren gibt es Streit um die Trainingsplätze des Vereins. Jetzt soll mit baulichen Veränderungen an Platz 2 ein Kompromiss gefunden werden. Foto: Uwe Weiser

Der 1. FC Köln ist im Grüngürtel beheimatet.

Der Bebauungsplan für die Gleueler Wiese ist rechtmäßig, haben die Richter in Münster entschieden. Dennoch favorisiert unser Autor die zuvor gefundene Kompromiss-Lösung.

In einer nunmehr zwölf Jahre andauernden Hängepartie hat der 1. FC Köln einen Sieg erzielt: Der 2020 von der Stadt aufgestellte Bebauungsplan – unter anderem mit Fußballplätzen auf der Gleueler Wiese – ist rechtmäßig. Sollten die Gegner der Ausbaupläne des Bundesligisten allerdings gegen das Urteil von Freitag beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Beschwerde einlegen, droht abermals die Verlängerung.

Diese ist jedoch gar nicht mehr spielentscheidend, da es inzwischen eine Lösung im Ausbau-Streit gibt. Der FC sollte seinen Fokus auf die Umsetzung des im Juli getroffenen Kompromisses richten: Der FC bekommt drei Fußballplätze in Nachbarschaft des Geißbockheims, zudem kann er mit dem Bau des Nachwuchsleistungszentrums beginnen. Dafür bleibt die Gleueler Wiese die Gleueler Wiese.

1.FC Köln: Noch viele Hürden bei der Gleueler Wiese

Zwar ist aus Vereinssicht der Streifen Grün am Militärring als Trainingsstätte weitaus attraktiver, doch bedeutet das Urteil aus Münster keineswegs, dass dort zukünftig gebaut werden darf. Dafür bräuchte es zunächst eine Baugenehmigung und einen Pachtvertrag. Für beides sind bislang keine Mehrheiten im Kölner Stadtrat in Sicht. Zudem wurde die Gleueler Wiese 2024 per Ratsentscheid als Grünfläche unter Schutz gestellt.

Sie ist längst zum Symbol in Zeiten des Klimaschutzes geworden. Bei der Suche nach Alternativstandorten war dem FC zwischenzeitlich ein Areal im Stadtteil Marsdorf vorgeschlagen worden. Dort eine Fläche zu versiegeln und durch tägliche Autofahrten zwischen Geißbockheim und Marsdorf das Klima zusätzlich zu belasten, schien in der Debatte keine Rolle zu spielen. Statt das „Fass Gleueler Wiese“ neu aufzumachen, sollte die Stadt Köln aufs Tempo drücken: Die ausgehandelte Kompromiss-Lösung muss schnellstmöglich und für alle Beteiligten zufriedenstellend umgesetzt werden.