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Außengastronomie brummtKölner genießen Kölsch wieder am Tisch

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Der frischgebackene Vater Paul mit dem zweiwöchigen Benjamin im Reissdorf am Hahnentor

Köln – Nicht nur der Einzelhandel brummt am ersten Tag, sondern auch die Außengastronomie. Die meisten Lokale öffnen am Montagmittag – und die Tische sind schnell besetzt. Die Kollegen Mario Bürger und Nico Pékar sitzen glücklich im Brownies an der Ecke Ring/ Maastrichter Straße. „Endlich wieder draußen. Und natürlich wollten wir auch das Lokal unterstützen.“ Die beiden sind in der Mittagspause gekommen, ihr Büro ist gleich in der Nähe. „Allerdings wussten wir nicht, dass Testpflicht herrscht. Wir haben das dann gleich hier im Lokal machen können. Aber bei einigen Leuten haben wird mitbekommen, dass sie wieder gegangen sind.“ Dass die Testpflicht draußen erst endet, wenn der Inzidenzwert stabil unter 50 liegt, ist nicht jedem bewusst.

Im Reissdorf am Hahnentor gönnt sich der frischgebackene Vater Paul ein Kölsch, der zweiwöchige Benjamin schläft dabei im Brusttuch. „Die Mutter brauchte mal Erholung und Ruhe. Wir wohnen gleich um die Ecke und das hier ist doch jetzt ideal.“

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Außengastronomie auf der Breite Straße

An der Aachener haben die Restaurants wieder ihre Tische auf den schmalen Streifen zwischen Bürgersteig und Radweg gestellt. War diese Meile trotz oder wegen der urbanen Enge schon vor Corona eine Attraktion, so ist sie es jetzt umso mehr – wenn auch mit reduzierter Platzzahl. „Habt ihr einen Test?“, ist die häufigste Frage, die man hört. Und in vielen Fenstern hängen Gesuche: Kellern und Kellnerinnen werden derzeit dringend gesucht. Während des Lockdowns sind viele in andere Branchen abgewandert.

Auf dem Brüsseler Platz steht alles bereit, die Außenmöblierung des Hallmackenreuther wird noch sauber gemacht und herausgeputzt. Auf dem Platz herrscht weiterhin abends und nachts ein Aufenthaltsverbot – doch dies gilt natürlich nur außerhalb der erlaubten Außengastronomie

Auch das Alcazar an der Bismarckstraße hat Tische und Stühle nach draußen gestellt. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass man sofort mitmachen wolle, sagt Geschäftsführer Marc Giffhorn. Drinnen wird aufgeräumt, man stellt sich darauf ein, dass bald bei einem stabilen Inzidenzwert und 50 auch die Innengastronomie öffnen darf. Und wie ist im alteingesessenen Alcazar die Datenerfassung geregelt? Per Papier. „Wir bleiben das Alcazar: Keine Kartenzahlung und keine Apps“, lacht Giffhorn.

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Ein paar Schritte weiter an der Venloer Straße essen die ersten Gäste vor der Gaststätte Umleitung. Es gibt Kölsch und eine ordentliche Currywurst. Da macht es auch nichts, dass man hier mitten an einer Kreuzung sitzt. Hauptsache draußen.

Nicht alle Gastronomen machen gleich am Montag auf. Manche warten darauf, dass auch die Innenräume öffnen dürfen, weil sich das Geschäft sonst nicht lohnt, wenn man nur wenige Plätze draußen hat. Andere ziehen am Dienstag nach, weil dann ein neuer Monat beginnt und die Abrechnung über Zuschüsse und Kurzarbeit unkomplizierter ist.

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Salvatore Luca, Chef des La Vita in der Magnusstraße, freut sich auf die Öffnung.

Einer der Kölner Sommer-Klassiker schlechthin ist natürlich sofort am Start: Der Stadtgarten öffnet um 12 Uhr und schon bald sind die ersten Plätze besetzt. Und weil die Sonne schon recht kräftig ist, fragen die Gäste sogar schon nach Schattenplätzen. Und die gibt es unter den großen Bäumen genug.