Die Weißnacken-Moorantilopen gelten in freier Wildbahn aufgrund von Bejagung und Lebensraumzerstörung als bedroht.
Auf der Roten ListeBedrohte Antilopen im Kölner Zoo haben Nachwuchs bekommen

Weißnacken-Moorantilopen leben eigentlich an den Rändern von Schwemmgebieten und ernähren sich von Sumpfgras.
Copyright: Rolf Schlosser
Bei den Weißnacken-Moorantilopen im Kölner Zoo ist am Samstag, 3. Oktober, ein Jungtier zur Welt gekommen. Die Tiere stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) und gelten in freier Wildbahn als bedroht.
Der Name der seltenen Antilopenart leitet sich von der Fellfärbung der männlichen Tiere ab. Diese haben ein schwarzes Fell, das im Nacken weiß gefärbt ist. Die Weibchen haben dagegen ein rötlich-braunes Fell und sind etwas kleiner. Ausgewachsene Tiere können zwischen 80 und 120 Kilogramm schwer werden und eine Schulterhöhe von bis zu 165 Zentimetern erreichen.

Die weiblichen Tiere haben ein rötlich-braunes Fell.
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Antilopenart stammt aus dem Südsudan und Äthiopien
Ursprünglich stammen Weißnacken-Moorantilopen aus dem Südsudan und Äthiopien und bevölkern das Delta des Weißen Nils. Sie werden auch Mrs. Grays Wasserböcke genannt und zählen zu den Sumpfantilopen, die an den Rändern von Schwemmgebieten leben und sich von Sumpfgras ernähren.
Bei der letzten Bestandserfassung vor zehn Jahren wurden laut Zoo nur noch etwas über 4000 Tiere gezählt. Grund für den geringen Bestand seien Bejagung und die Zerstörung des Lebensraums. Es wird vermutet, dass viele Tiere von Kämpfern in Kriegsgebieten gewildert werden. „Umso wichtiger ist Nachwuchs bei dieser hoch bedrohten Tierart“, so der Zoo. (red)
