Nach vier Bränden am frühen Dienstagmorgen (20. Oktober) im Kölner Norden hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen. Zwischen 2.50 Uhr und 4.15 Uhr standen ein Lastwagen, Sperrmüll sowie zwei Container in Flammen. Zwei Männer im Alter von 25 und 33 Jahren erlitten dabei leichte Rauchgasvergiftungen, mussten jedoch nicht ärztlich behandelt werden.
Zunächst zerstörte ein Feuer an der Herstattallee im Stadtteil Seeberg die Ladung eines geparkten Lastwagens und beschädigte das Fahrzeug erheblich. Zudem brannten auf dem Gehweg der Ludwig-Gies-Straße ein Kühlschrankgestell sowie Holzschränke.
Rauch zieht in Mehrfamilienhaus
Gegen 4.15 Uhr stießen Einsatzkräfte an der Florenzer Straße in Chorweiler auf einen brennenden Container auf einer Baustelle. Fast zur selben Zeit entdeckten Polizisten und Polizistinnen vor einem Mehrfamilienhaus an der Osloer Straße einen weiteren Müllcontainer, der in Flammen stand.
Aus diesem Container zog nach ersten Erkenntnissen Rauch in das angrenzende Wohnhaus. Als die beiden 25 und 33 Jahre alten Männer das Gebäude verließen, atmeten sie die giftigen Gase ein. Am Haus selbst entstanden nach Angaben der Einsatzkräfte keine Schäden.
Polizei prüft Zusammenhang und sucht Zeugen
Aufgrund der kurzen zeitlichen Abstände und der räumlichen Nähe der Tatorte prüfen die Ermittler und Ermittlerinnen nun insbesondere, ob zwischen den vier Bränden ein Zusammenhang besteht.
Das Kriminalkommissariat 15 bittet Zeugen und Zeuginnen, die rund um die Brandorte verdächtige Fahrzeuge oder Personen gesehen haben oder Angaben zur Entstehung der Brände machen können, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. (red)

