Mehrmals im Jahr gibt es am Gymnasium Pesch eine Beratungsstunde für Senioren, die Hilfe zu Laptop, Smartphone oder Tablet benötigen.
„Pesch digital“Kölner Gymnasiasten helfen Senioren bei Smartphone und Laptop

Mehrere Schülerinnen des Gymnasiums Pesch helfen einer Seniorin bei ihren Fragen zu Smartphone und Tablet.
Copyright: Bernd Schöneck
Die Stimmung beim generationen-übergreifenden Technik-Treffen ist erneut locker und gelöst. In Zweier- und Dreiergruppen sitzen die Schülerinnen mit den Seniorinnen und Senioren im Klassenraum zusammen und hören sich an, welche Hilfen sie beim Bedienen ihrer Smartphones oder Tablets brauchen – und ein bisschen Smalltalk kommt zwischendurch nicht zu kurz. Teilnehmerin Ingrid, die aus Auweiler ans Pescher Gymnasium angereist ist, findet sehr lobende Worte für den Digitaltreff, der bereits seit drei Jahren besteht. „Es ist toll, dass es so ein Angebot gibt“, findet sie. „Vergleichbare Kurse in der Volkshochschule sind inzwischen recht teuer. Ich wundere mich, dass nicht noch mehr Leute den Treff nutzen.“
Im Jahr 2023 nahm das Projekt „Pesch digital“ seinen Anfang, eine Kooperation zwischen dem Gymnasium und dem Seniorennetzwerk Pesch rund um Koordinatorin Sara Wiesemann vom Kölner Caritasverband. „Ich hatte erfahren, dass es am Gymnasium Pesch eine iPad-Klasse gibt, deren Mitglieder dafür ausgebildet sind, andere Schülerinnen und Schüler in der Bedienung und Technik der Geräte zu schulen“, erinnert sie sich. „Meine Idee war: Wenn sie es ihren Mitschülern beibringen, warum nicht auch Senioren?“ Die Lehrerin Corinna Blum, zugleich Koordinatorin für Digitale Unterrichtsentwicklung am Gymnasium, nahm den Gedanken auf und besprach ihn mit der Schulleitung – und das Angebot kam ins Rollen.
Auch für das Miteinander der Generationen ein Gewinn
Ebenfalls vernetzt ist das Angebot mit der „AG Chorweiler digital für Ältere“, einem Zusammenschluss von Seniorennetzwerken, sozialen Einrichtungen, Bürgervereinen und Engagierten im Stadtbezirk Chorweiler, der die Generation 60 Plus fit für Technik und Internet machen will. Viele ältere Menschen seien von der rasanten Entwicklung der elektronischen Kommunikationsmittel überfordert. „Alle Lebensbereiche – von Onlinebanking über Terminvereinbarungen bei der Stadt bis zu Fahrkartenbuchungen – verlagern sich zunehmend ins Digitale. Da werden Senioren nicht genug mitgenommen“, ist Wiesemann überzeugt. „Zugleich sind Angebote wie dieses super fürs Miteinander zwischen den Generationen.“
Bei den „Pesch digital“-Terminen im zweiten Halbjahr ist ein Schwerpunkt auf KI geplant. „Wie lässt sich Künstliche Intelligenz niederschwellig im Alltag einsetzen und für sich nutzen?“, soll eine der Leitfragen sein.
Die nächsten Termine von „Pesch digital“ sind Montag, 7. September, Dienstag, 3. November sowie Mittwoch, 16. Dezember, jeweils von 10 bis 11.30 Uhr im Klassenraum D 006 (Container-Modulbau auf dem Schulhof) des Gymnasiums Pesch, Schulstraße 18. Eigene Geräte, für die Hilfe benötigt wird, sollte man nach Möglichkeit mitbringen. Für Rückfragen und Anmeldungen steht Sara Wiesemann vom Seniorennetzwerk Pesch unter Telefon 0178/9094856 oder per E-Mail zur Verfügung: Sara.Wiesemann@caritas-koeln.de.
