Nach langer Verzögerung erhielt das Kölner Heinrich-Mann-Gymnasium nun die Baugenehmigung für den naturwissenschaftlichen Erweiterungsbau.
Heinrich-Mann-GymnasiumBaugenehmigung für Schul-Erweiterung noch vor den Ferien erteilt

Das Heinrich-Mann-Gymnasium erhielt die Baugenehmigung für den naturwissenschaftlichen Trakt.
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Noch vor ein paar Wochen saß der Frust in der Schulgemeinschaft des Heinrich-Mann-Gymnasiums tief: Nach 15 Monaten des Wartens lag die Baugenehmigung für den herbeigesehnten neuen naturwissenschaftlichen Trakt immer noch nicht vor. Ursprünglich hätte der Unterricht in den neuen Räumen bereits mit Beginn des kommenden Schuljahres starten sollen, durch die Verzögerung aber war die Inbetriebnahme auf den Dezember 2027 verschoben worden.
Dann jedoch ging es mit einem Mal ganz schnell: Noch vor den Sommerferien wurde die Baugenehmigung nun erteilt – das hatte zuerst die Landtagsabgeordnete für den Kölner Norden Lena Teschlade (SPD) über die sozialen Medien mitgeteilt. Die noch offenen Fragen des Brandschutzes, einer der Gründe für die Verzögerung, konnten offensichtlich inzwischen geklärt werden – die Planung der Entwässerungsanlagen bedarf zwar wohl noch immer einer Überarbeitung, doch die Stadtentwässerungsbetriebe (Steb) hatten den Bauantrag nun dennoch befürwortet, um das Bauprojekt voranzubringen.
Baustart im September geplant
„Durch diesen pragmatischen Schritt können die noch offenen technischen Details im weiteren Verfahren partnerschaftlich erarbeitet werden“, so eine Sprecherin der Steb. Diese Details, etwa die genaue Lage einer Rigole zur Ableitung von Regenwasser, sollen im anschließenden Kanalanschlussverfahren geklärt werden.
Somit werden die Tiefbauarbeiten für den neuen Gebäudeteil bereits im kommenden September beginnen können, etwa sechs bis acht Wochen sind dafür veranschlagt. Da der Bau in Fertigbauweise erfolgt und die einzelnen Gebäudemodule bereits im Werk produziert wurden, soll der Rohbau bereits zum Ende dieses Jahres stehen. Anschließend erfolgt der Einbau von Heizungs- und Lüftungsanlagen, Elektroleitungen und IT-Infrastruktur sowie die weiteren Innenarbeiten.
Melanie von Vegesack, Vorsitzende der Schulpflegschaft, ist froh, dass es voranzugehen scheint. Dennoch rechnet sie nicht damit, dass der Unterricht im neuen Trakt wesentlich früher als Ende 2027 aufgenommen werden kann. „Denn zeitgleich müssen die alten Naturwissenschaftsräume umgebaut werden, um Ausweichmöglichkeiten zu haben, und der neue Nawi-Bau muss zwischendurch auch als Ausweichraum genutzt werden“, sagt sie. Künftig solle es einen Runden Tisch geben, an dem der Bau des naturwissenschaftlichen Traktes mit den ebenfalls anstehenden Sanierungen der Fenster und Fassaden, sowie der Toiletten, koordiniert werden solle.
