Zwei tote Babys, die Geschwister waren: Die Polizei hofft durch „Aktenzeichen XY“ auf neue Spuren zur Mutter.
Neue Hoffnung bei Cold CasesFälle aus Köln und Dortmund werden bei „Aktenzeichen XY“ gezeigt

In der Sendung am 3. Juni geht es um unter anderem um zwei getötete Geschwister. (Symbolbild)
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Die Abteilung für ungelöste Altfälle der Dortmunder Kriminalpolizei startet eine neue Initiative, um die Verantwortlichen für den Tod zweier Säuglinge zu ermitteln. Die Verbrechen liegen bereits Jahre zurück. Präsentiert werden die Geschehnisse am kommenden Mittwoch (3. Juni, 20.15 Uhr) im Rahmen der ZDF-Ausstrahlung «Aktenzeichen XY... ungelöst». Im Jahr 1999 war in Dortmund der Körper eines neugeborenen Mädchens entdeckt worden, während 2005 in Krefeld ein Junge aufgefunden wurde.
Wie spätere genetische Analysen belegten, handelte es sich bei den beiden Opfern um Geschwister. Das Mädchen, dessen Alter auf maximal zwei Wochen geschätzt wird, fand man am 25. Dezember 1999 in einem Rucksack im Dortmunder Schulte-Witten-Park. Nach Angaben der Polizei kam es durch äußere Gewalt ums Leben. Der Leichnam des Jungen wurde am 11. Mai 2005 unweit des Krefelder Hauptbahnhofs, ebenfalls in einem Rucksack, entdeckt.
Anonyme Briefe geben Ermittlern Rätsel auf
Einige Tage nach dem Fund des Jungen erreichten die Behörden drei anonyme Schreiben. Darin gab die Verfasserin an, die Mutter des Kindes zu sein. Besonderheiten in der Sprache sowie das benutzte Papier legen die Vermutung nahe, dass die Frau eine Herkunft aus der ehemaligen DDR haben könnte.
Weitere Verbrechen aus NRW werden thematisiert
Zusätzlich wird in der Sendung ein anderer Fall aus Dortmund behandelt. Es geht um einen versuchten Totschlag infolge einer Auseinandersetzung in einer Gaststätte am 5. November 2025. Ein 51-jähriger Mann wurde dabei von einer unbekannten Person niedergeschlagen. Monate nach der Tat ist das Opfer noch immer einseitig gelähmt und hat die Fähigkeit zu sprechen verloren.
Die Kriminalpolizei Köln sucht außerdem im Zusammenhang mit einem Fall von 2017 nach einem im Irak geborenen Mann. Er steht im Verdacht, seine damals 19 Jahre alte und schwangere Tochter in Köln getötet zu haben. Unmittelbar nach dem Verbrechen floh der Verdächtige in den Irak und meldete von dort den Ablageort der Leiche an die Polizei. Die Ermittlungsbehörden erhoffen sich von der Sendung Anhaltspunkte zum derzeitigen Aufenthaltsort des Gesuchten. (dpa/red)
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