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Fünf Jahre nach der FlutMichael Pferrer kämpfte in Bickendorf mit Kehrblechen um seine Existenz

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Das Geschäft von Michael Pferrer liegt direkt am zentralen Kreisverkehr in Köln-Bickendorf. Hier wurden die Straßen am 14. Juli 2021 im Laufe des Tages zu Flüssen. 

Michael Pferrer bringt so leicht nichts aus der Ruhe. Der 59-Jährige ist Inhaber der Computerzeit GmbH. Das Geschäft für PC-Dienstleistungen liegt direkt gegenüber des Lindweiler Hofs und des Zimmermanns am zentralen Kreisverkehr in Bickendorf. Hier treffen sich Subbelrather-, Rochusstraße und Sandweg. Am 14. Juli 2021 konnte Pferrer live aus seinem Geschäft mitverfolgen, wie die Subbelrather Straße allmählich zu einer Wasserstraße wurde. „Irgendwann sprudelte das Wasser aus dem Gully hier am Kreisverkehr, die Autos, die über die Rochusstraße fuhren, pflügten regelrecht durch die Wassermassen und verursachten so Flutwellen, die schließlich in sein Geschäft drangen. Auch weil der Regen einfach nicht aufhörte.“

Auf dem Boden vor einer Eingangstür liegen feuchte Aufnehmer, draußen vor der Tür steht das Wassser.

Am frühen Abend des 14. Juli 2021 drang das Wasser schließlich in Michael Pferrers Geschäft ein.

„Es hatte ja schon morgens angefangen zu schütten, am späten Nachmittag kam das Wasser dann unter meiner Eingangstür durch.“ Mit allem, was er in seiner Garage finden konnte, dichteten er und seine Mitarbeiter, die Türschwelle ab. Mit einem Kehrblech schöpfte er stundenlang Wasser in einen Eimer, um seinen Laden zu sichern. „Das war wirklich eine traumatische Erfahrung, an dem Tag haben wir den Laden buchstäblich mit den eigenen Händen gerettet.“

Ein Mann steht in der Mitte eines Kreisverkehrs. Hinter ihm ist sein Laden „Computerzeit“ zu sehen.

Michael Pferrer steht auf dem Kreisverkehr vor seinem Laden in Bickendorf. Vor fünf Jahren stand die gesamte Straße unter Wasser.

Tatsächlich kam Michael Pferrer glimpflich davon. Die Schäden am Mauerwerk und im Eingangsbereich beseitigte er, ohne auf seine Versicherung zurückzugreifen. „Mit 3000 Euro war ich dabei. Dafür lohnte sich der Papierkrieg mit der Versicherung nicht. Ich habe damals dann eine Hochwasserschutzwand an meiner Garage eingebaut. Wenn das Wasser wieder einmal steigen sollte, kann ich mobile Elemente einfügen, die das Tor abdichten und sichern.“ Dass die Förderschule gegenüber durch die Überflutung komplett zerstört wurde, hat ihn  schockiert. „Ich habe damals mal über die Mauer gelugt, da war einfach eine riesige Seenlandschaft rund um die Flachbauten, aus denen die Schule bestand.“

Mit Sorge sieht er heute auf die Arbeiten für das Nachfolgegebäude, das seit Anfang des Jahres auf dem Areal entsteht. „Mich wundert schon, dass die zwei großen Stromkästen für die Schule im tiefergelegenen Bereich an der Subbelrather Straße, zwischen Parkplätzen und Fahrbahn, platziert wurden.“ Seiner Meinung nach liegt er dort im Überflutungsgebiet. Die Bilder der „Wasserstraße“ Subbelrather sind ihm einfach noch zu lebendig im Kopf.