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Bickendorfer besorgtAnwohner kritisiert Zustand alter Bäume auf Baustelle des Lindweiler Hofs

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Zum Schutz der Bäume werden diese während der Bauarbeiten großzügig eingezäunt.

Zum Schutz der Bäume werden diese während der Bauarbeiten großzügig eingezäunt.

Viele Bickendorfer kritisieren den Schulbau wegen befürchteter Verkehrssteigerung. Nun äußert ein Anwohner eine weitere Sorge.

Dass viele Bickendorfer den Schulbau auf dem Gelände des Lindweiler Hofs mit Skepsis und gar Ablehnung verfolgen, weil sie eine Beeinträchtigung des dörflichen Erscheinungsbilds und eine Zunahme des Verkehrs befürchten, ist bekannt. Nun kommt eine weitere Sorge hinzu: „Die alten Bäume auf dem Baugrundstück, die zum Schutz vor Beschädigung durch die Bautätigkeiten eingezäunt sind, sind mittlerweile komplett vertrocknet und wirken fast wie tot“, schrieb ein Anwohner während der jüngsten Hitzewelle an die Verwaltung. „So wird die Schutzeinzäunung zur Farce.“

Der Bickendorfer Bürger meint, der alte Baumbestand sei durch die zunehmend heißen Sommer „in seinem Bestand“ gefährdet. Er appelliert an Politik und Verwaltung, alles für den Erhalt der „wertvollen Bäume“ zu tun und sicherzustellen, dass sich niemand „auf die Neupflanzung von sieben Setzlingen als Ersatz irgendwo am Stadtrand rausredet, sondern das wenige vorhandene Grün hier in der Ortsmitte tatsächlich erhalten bleibt.“

Die Baustelle am Lindweiler Hof

Die Baustelle am Lindweiler Hof

Stadt gibt Entwarnung: Baumbestand auf Baustelle ist sicher

Laut einer Sprecherin der Stadt sind die Bäume allerdings wohlauf. „Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es glücklicherweise keine Hinweise darauf, dass die Bäume auf dem Gelände gefährdet sind. Der gesamte Baumbestand ist nach unserem Kenntnisstand sicher“, teilte sie auf Anfrage mit. Für die optimale Bewässerung sei der Bauunternehmer Ort verantwortlich, zur Sicherheit würden zudem Gehölz-Experten hinzugezogen: „Damit alles reibungslos klappt, wird die Arbeit des Unternehmens kontinuierlich und sorgfältig durch eine professionelle dendrologische Baubegleitung überprüft. So sind die Bäume während der gesamten Bauphase in guten Händen.“

Die Bewässerung werde dabei flexibel an die gerade herrschenden Wetterumstände angepasst. An Tagen mit extremen Temperaturen werde die Pflege intensiviert und die Bäume würden häufiger mit Wasser versorgt, so die Sprecherin.

Anwohner bezweifelt ausreichende Bewässerung der Bäume

Nach den Regenfällen in den späteren Sommerwochen machen die Bäume auf den unbefangenen Betrachter derzeit auch einen einigermaßen stabilen Eindruck. Das beruhigt den Anwohner jedoch nicht. Zwar hätten die meisten Bäume die Hitze offensichtlich gut überstanden. Doch einer der großen alten Bäume in der Mitte des Grundstücks ist seinem Eindruck nach „seit der Hitze doch sehr spärlich belaubt“.

Er bezweifelt sogar, dass „die Baumpflege (also das Gießen) durch den Bauunternehmer korrekt geleistet“ wurde. So sei eine Lücke im Schutzzaun, der den Baum umgibt, „erst mehrere Tage nach meiner Hilfemail an die Stadt und einen Tag vor deren Antwortmail an mich“ geöffnet worden. Vorher hätte niemand zu dem Baum gelangen können: „Da hat seit Mai sicher niemand gegossen“, behauptet der Bickendorfer.

Er hofft zwar, dass der Regen der letzten Wochen zur Erholung des Baums ausreicht. Andererseits befürchtet er, dass der Baum all das nicht überleben könnte und der Bauherr sich irgendwann mit Alibi-Pflänzchen auf einer Wiese am Stadtrand rauswinden wird. Der Anwohner erhebt schwere Vorwürfe: „Gerade in einem Hitzesommer wie diesem macht die Kurzsichtigkeit der Stadtverwaltung in Sachen Gesundheitsfürsorge einfach fassungslos. Während Förderprogramme für private Nachbegrünung kaum greifen, wirkt die Neuplanung der öffentlichen Hand wie von 1980: Versiegelung und Entgrünung.“ Die Bäume auf dem Gebiet des Lindweiler Hofs bleiben jedenfalls weiter unter Beobachtung.