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SchulneubauVerwaltung hält an bisherigen Planungen für Lindweiler Hof in Bickendorf fest

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Neuplanungen wären teuer: Auf dem Gelände des Lindweiler Hofs haben vorbereitende Arbeiten bereits stattgefunden.

Neuplanungen wären teuer: Auf dem Gelände des Lindweiler Hofs haben vorbereitende Arbeiten bereits stattgefunden.

Die Verwaltung prüft mögliche Nachbesserungen am Schulneubau Lindweiler Hof, hält aber trotz Bürgerprotesten an den bisherigen Planungen fest.

Es war eine denkwürdige Sondersitzung der Ehrenfelder Bezirksvertretung (BV) Anfang Februar, als Politiker und Verwaltung drei Stunden lang mit rund 100 Bickendorfer Bürgern kontrovers und teils lautstark über den geplanten Schulneubau auf dem Gelände des Lindweiler Hofs diskutierten. Von der BV erhielt die Verwaltung am Ende der Sitzung den Auftrag, die Pläne noch einmal im Lichte der Kritik zu überprüfen. Schon damals hatten die Verwaltungsvertreter Hoffnungen auf größere Änderungen allerdings erheblich gedämpft. Dies bestätigt nun eine Mitteilung der städtischen Gebäudewirtschaft: Eine grundlegende Überprüfung der Planung „im Sinne einer Neuaufstellung“ sei „zum jetzigen Zeitpunkt nicht zielführend.“

So dürfen die Bickendorfer wohl nicht mit einer „signifikanten Verkleinerung des Baukörpers“ rechnen, konkret: Das fünfgeschossige Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft von St. Rochus wird gebaut. Mit einer Änderung wären „erhebliche Auswirkungen auf die Funktionalität, die schulorganisatorischen Abläufe sowie die genehmigungsrechtliche Umsetzbarkeit verbunden“, schreibt die Gebäudewirtschaft. Wie schon im Februar verweist die Verwaltung zudem darauf, dass sich das Projekt Schulneubau bereits „in einem fortgeschrittenen Planungsstadium“ befinde. Bei größeren Änderungen drohen heftige Schadenersatzforderungen vonseiten des Totalunternehmers.

Verwaltung hält am Standort fest – Nachbesserungen bei Klima- und Starkregenschutz

Die Gebäudewirtschaft betont auch noch einmal, dass die Planer für das Starkregen-Problem eine „ausgewogene und leistungsfähige Lösung“ gefunden hätten. Und den Vorschlag eines möglichen Alternativstandorts auf dem Gelände des Neuen Quartiers Bickendorf (NQB) zwischen Venloer Straße und Wilhelm-Mauser-Straße sieht die Verwaltung kritisch, weil er mit zu vielen Unwägbarkeiten verbunden sei: Die Planungen für das NBQ seien noch nicht weit genug gediehen.

Während die Gebäudewirtschaft an der Grundkonzeption festhalten möchte, sollen aber „ergänzende Maßnahmen zur qualitativen Verbesserung“ geprüft werden. Dazu gehören etwa Fassadenbegrünungen zur Verbesserung des Mikroklimas, begrünte Sonnensegel, schallmindernde Paneele im Außenraum, ergänzende Maßnahmen zur Regenwasserretention, oder eine zusätzliche Kiss & Ride-Zone.

Die Verwaltung versichert auch, dass sie die von den Bürgern geäußerten Anregungen, Hinweise und Kritikpunkte sehr ernst nehme und bedankt sich ausdrücklich für deren Engagement. „Gleichzeitig besteht Einigkeit darüber, dass die Kommunikation und Einbindung der Öffentlichkeit im weiteren Verfahren eine wichtige Rolle spielen“, ist in der Mitteilung nachzulesen. Waren Bezirkspolitiker und Bürger bei der Planung des Schulneubaus Lindweiler Hof bislang außen vor geblieben, wird für die kommenden Projektphasen eine transparente Begleitung angestrebt. Über eine politische Kommission und Fachgespräche etwa.