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Vierte AusgabeHunde in Ehrenfeld – Dogs&Doors-Kalender zeigt Herz, Schnauze und Veedelsliebe

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Einige Menschen und Hunde stehen und hocken auf einer Treppe vor einem Hauseingang.

Lars Henschkowski (oben Mitte) hat die Hunde von Ehrenfelder Nachbarn für den Kalender Dogs und Doors von Birgit Horn (2.v.l.) fotografiert. 

Der Dogs&Doors-Kalender erscheint zum vierten Mal. Wieder haben Birgit Horn und Lars Henschkowski eine Gassi-Gang durch Ehrenfeld in Szene gesetzt.

Birgit Horns eigener Hund Pocok ist im kommenden Jahr der Juli. Lea, der betagte Cocker Spaniel, war schon in diesem Jahr der Januar. Die Shiba Inu-Dame Suki wird Kalender-Girl im August 26. Kim, ein Elo, ist der November. Zum Treffen in der Körnerstraße kommt auch Labradoodle Jule, die aber erst im Jahr 2027 ein Kalenderblatt im DoDo-Kalender zieren wird.

Der Hundekalender Dogs & Doors (DoDo) der Ehrenfelderin Birgit Horn erscheint jetzt zum vierten Mal. Begonnen hat alles mit einer Idee, zu deren Umsetzung erst die Coronapandemie verhalf. „Vorher hatte ich nie Zeit“, erzählt Horn, die auf Reisen nach Malta oder England viele schöne Türen sah. Auf Mauritius erfuhr sie zudem von dem flugunfähigen Vogel Dodo, der lange ausgestorben ist.

Ein wuscheliger Hund sitzt vor einer mit einem Weihnachtskranz dekorierten Tür.

Bella ist der Dezember 2026. Sie saß Modell in der Geisselstraße.

Der Name sollte Pate stehen für ihr Türen-Projekt im heimischen Köln. Denn die Hunde, die Dogs, und die Türen, die Doors, ergeben abgekürzt den DoDo-Kalender. Der Dodo steht dabei sinnbildlich auch für den Erhalt der Vielfalt und Buntheit. Jetzt können Käufer wieder mit den Hunden aus Ehrenfeld eine Bilder-Gassirunde durchs Veedel drehen. Lars Henschkowski, ein ehemaliger Kollege von Horn, machte erneut die Fotos, nachdem die ursprüngliche Fotografin Melanie Sauter familienbedingt keine Zeit mehr für die Hunde hat. Denn Tierfotografie braucht vor allem eins: Geduld.

Das Schwierigste: Die Auswahl der Motive

„An manchen Tagen habe ich über 1000 Bilder gemacht“, erzählt Henschkowski vom Making-of. Als Tierfotograf brauche man vor allem Geduld und Entscheidungsfreude bei der Auswahl. „Tatsächlich fragen wir immer mehr Hunde an als wir brauchen, um genug Freiheit bei der Auswahl zu haben“, erzählt Horn. Ihre Models kommen manchmal auch durch Mundpropaganda zu ihr. Die eine Hundebesitzerin erzählt dem nächsten Herrchen davon, und manchmal entdeckt man ein Model auch im Vorübergehen. „Wir fragen auch schon mal spontan, wenn wir gerade unterwegs sind, mit der Kamera“, erzählt Horn. Angefangen mit den Bildern haben Henschkowski und Horn schon in der Weihnachtszeit 2025, um etwa für den Dezember 2026 ein passendes Motiv mit Schmuck zu haben. So saß Bella, Kalenderblatt für Dezember 2026, schon vor einem Jahr Modell vor einer festlich dekorierten Tür in der Geisselstraße.

Zwei braune Hunde, die fast gleich aussehen, sitzen vor einer grünen Tür.

Ida und Lio sitzen vor einer Tür in der Everhardstraße

Für Horn ist der Kalender mehr als ein origineller Blick auf Hund und Tür. „Für mich erzählen die Bilder leise Geschichten vom Alltag, Nachbarschaft und Verbundenheit. Und natürlich steckt darin ganz viel Herz, Schnauze und Veedelsliebe“. Ein Kalender für das Belgische Viertel ist in Planung. Sicher finden sich auch dort schnell viele Models. Und hübsche Türen gibt es sowieso.


Der DoDo-Kalender „Dogs & Doors“ ist in einer limitierten Auflage von 150 Stück erschienen. Es gibt ihn in den Ehrenfelder Buchhandlungen Bücherwelt, Thalia (beide Venloer Straße) und im Buchsalon an der Wahlenstraße. Er kostet 20 Euro.