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Neuer Logistik-Hub in KölnDas ehemalige Coca-Cola-Areal wird umgebaut

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Vor einem dreistöckigen Bürogebäude parkt ein weiß-roter Kleintransporter.

Kaum noch zu erkennen ist der „Coca-Cola“-Schriftzug an der Mathias-Brüggen-Straße.

Der ehemalige Standort von Coca-Cola an der Mathias-Brüggen-Straße wird von der Firma Verdion in einen modernen Logistik-Standort umgewandelt. 

Die großen ikonischen Weltmarken verschwinden aus dem Kölner Westen. Erst im vergangenen November wurde der große Mercedes-Stern von Braunsfeld demontiert, und wer sich in diesen Tagen vor die Fassade des großen, rot-weißen Gebäudes in der Mathias-Brüggen-Straße 74 stellt, kann den geschwungenen Coca-Cola-Schriftzug kaum noch erkennen. Er ist fast völlig verblasst. Dahinter, auf dem rund 6,2 Hektar großen Gelände zwischen Mathias-Brüggen-Straße und Köhlstraße, wo das Unternehmen unter anderem PET-Flaschen herstellte, sind die Abrissarbeiten schon weit fortgeschritten.

Coca-Cola schloss seinen Standort in Köln-Ossendorf vor einem Jahr

Seit 1937, rund 88 Jahre lang, war der Brauseproduzent hier ansässig, die Schließung im September 2025 wurde mit der Nähe anderer Coca-Cola-Standorte und den mangelnden Ausbaumöglichkeiten in Ossendorf begründet. Nun übernimmt der europaweit aktive Investor und Entwickler Verdion, der auf Gewerbe- und Logistikimmobilien spezialisiert ist, das Areal. Ab Anfang 2027 wird hier ein „modernes, urbanes Logistikzentrum“ hochgezogen, wie auf der Homepage des Unternehmens nachzulesen ist. Kostenpunkt: 95 Millionen Euro, Ende 2027 soll alles fertig sein.

Entstehen werden insgesamt knapp 38.000 Quadratmeter Mietfläche, davon werden knapp 14.000 Quadratmeter nach dem sogenannten Lite Hub-Konzept geplant. Mit seinen flexibel aufteilbaren Flächen, die mit zusätzlichen Büroflächen kombiniert werden können, soll es unterschiedliche Nutzergruppen ansprechen, etwa aus den Bereichen Handwerk, E-Commerce oder Leichtindustrie. Die „Lite Hub“-Flächen sind verteilt auf fünf Hallen mit einer Größe zwischen etwa 2000 und 3500 Quadratmetern.

Verkehrsgünstige Lage für das neue Logistikzentrum der Firma Verdion

Hinzu kommen zwei eher klassische Logistikeinheiten mit einer Größe von jeweils mehr als 10.000 Quadratmetern. Das Projekt soll den EG-40-Standard für energieeffiziente Gebäude erfüllen. Der Investor strebt außerdem eine DGNB-Gold-Zertifizierung für besonders nachhaltigen Bau und Betrieb an. Als Grund für die Wahl des Standorts nennt Verdion die Lage an einem „bedeutenden logistischen Drehkreuz“, weniger als zehn Kilometer vom Kölner Zentrum und etwa vier Kilometer von der A1 entfernt. Damit befinde sich das neue Logistikzentrum an „einer der wichtigsten Verkehrsachsen zwischen Hamburg und der Rhein-Ruhr-Region. Innerhalb von 30 Minuten Fahrtzeit leben mehr als drei Millionen Menschen.“

Oliver Kemper, Head of Investment bei Verdion Deutschland, sagt: „Solche innerstädtischen Standorte mit exzellenter Anbindung sind bei Investoren besonders begehrt. Zudem ist die Nachfrage der Nutzer in urbanen Lagen ungebrochen. Mit dem Projekt in Köln setzen wir diesen Fokus konsequent im deutschen Markt um.”

Auch Claudia Casaretto, Unternehmensbetreuerin bei Köln Business, betont die Chancen des Projekts: „Mit der Entwicklung des Standorts in Ossendorf geben wir einem brachliegenden Areal eine neue Zukunft. Die Fläche wird nachhaltig weiterentwickelt und wieder wirtschaftlich genutzt. Das Projekt stärkt den Wirtschaftsstandort Köln, schafft attraktive Flächen für lokale Unternehmen und erhöht zugleich die Anziehungskraft für neue Ansiedlungen von außen.“