„Ein Filmfestival ist wie Reisen am Sitzplatz“ – unter diesem Motto startete die Preisverleihung der 36. Ausgabe des Film Festival Cologne. Das Festival zeigte vom 29. Oktober bis zum 5. November insgesamt 65 Filme aus 48 Ländern. Auf der Gala im Filmpalast Köln, die das Finale markierte, wurden herausragende Filmschaffende und ihre Werke ausgezeichnet.
Der „Filmpreis NRW“ ging an den Film „All of a Sudden“, der von einem Heim für Demenzkranke in Paris und einer besonderen Freundschaft zweier Frauen erzählt. Stellvertretend für die Produktion nahm die Kölner Co-Produzentin Bettina Brokemper den Preis entgegen.
„Als Kölnerin gibt es nichts Schöneres, als in seiner eigenen Stadt einen wunderbaren Preis zu bekommen“, sagte sie. Gerade in schwierigen Zeiten für unabhängige Produzenten und den künstlerischen Film freue sie sich besonders über die Anerkennung ihrer Arbeit.
Der mit 25.000 Euro dotierte „Filmpreis Köln“ ging an den russischen Regisseur Andrei Swjaginzew. Der international ausgezeichnete Filmemacher setzt sich in seinem neuen Film „Minotaur“ kritisch mit der russischen Gesellschaft und den Folgen des Ukrainekriegs auseinander.
Weitere Auszeichnungen erhielten der französische Regisseur Christophe Honoré, der für „Orange-Flavoured Wedding“ mit dem „Hollywood Reporter Award“ geehrt wurde, sowie Schauspielerin Ingrid Caven, die den „International Actors Award“ erhielt. Beide Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Schauspielerin Ingrid Caven bei der Preisverleihung des Film Festival Cologne 2026.
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Walid Nakschbandi, Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung NRW, betonte die Bedeutung solcher Veranstaltungen: „Filmfestivals sind lebenswichtig für die Regionen, für die Städte, aber eben auch für die Filmemacherinnen und Filmemacher.“ Gerade Köln sei mit seinen zahlreichen Produktionen, Filmschaffenden und seiner kreativen Szene ein wichtiger Filmstandort.
