Die Verbraucherzentrale Köln hat ihren Jahresbericht für 2025 veröffentlicht. Bei welchen Themen Verbraucher und Verbraucherinnen häufig Rat suchen.
Jahresbericht 2025Beratungsbedarf bei Kölner Verbraucherzentrale gestiegen

Bei der Kölner Verbraucherzentrale suchten 2025 mehr Menschen Rat als im Vorjahr. (Symbolbild)
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Die Verbraucherzentrale Köln verzeichnete im vergangenen Jahr einen gestiegenen Beratungsbedarf. Das geht aus einem Jahresbericht hervor. Demnach hat sich die Verbraucherzentrale Köln im Jahr 2025 um 14.218 Anliegen von Verbraucherinnen und Verbrauchern gekümmert. Im Jahr 2024 waren es noch 13.341 Anliegen.
Von allen Anliegen fielen 1024 auf die sogenannte Verbraucherberatung im Quartier (ViQ) in Chorweiler, Blumenberg, Seeberg-Nord, Höhenberg, Vingst, Kalk sowie Humboldt-Gremberg. Die restlichen Anliegen wurden in der Beratungsstelle an der Frankenwerft bearbeitet. Ein Jahr zuvor verzeichnete die Verbraucherberatung im Quartier noch 728 Anliegen.
Falsche Lieferungen, Ablehnung von Reklamationen und Abo-Fallen
Am häufigsten nahmen Verbraucherinnen und Verbraucher Beratung zum Thema Alltagsverträge und Reklamation in Anspruch. „Käufe, Buchungen oder Vertragsabschlüsse finden heute überwiegend digital statt. Das ist einerseits bequem, führt aber auch zu vielfältigen und immer komplexer werdenden Problemen“, sagt Karsten Strätz, Leiter der Kölner Beratungsstelle. „Wenn Anbieter dann nur noch per KI-gesteuertem Chatbot oder Kontaktformular erreichbar sind oder gar nicht reagieren, sind viele Verbraucher und Verbraucherinnen überfordert“, so Strätz.
Typische Fälle aus der Praxis sind laut Verbraucherzentrale etwa falsche Lieferungen bei Online-Bestellungen, Ablehnung von Reklamationen mit fragwürdigen Begründungen oder Abo-Fallen bei vermeintlich kostenlosen Zeitschriften. Auch auf sogenannte Dokumenten-Dienstleister fallen viele Verbraucherinnen und Verbraucher herein. Diese verlangen im Internet zum Teil hohe Gebühren für Dienstleistungen, die eigentlich kostenlos sind, zum Beispiel für Behördengänge wie Anträge auf Kinderzuschlag oder Wohngeld. Die Seiten der Anbieter sind meist als Werbeanzeigen ganz oben in Suchmaschinen platziert und werden deshalb häufig angeklickt.
Betrugsmasche in Kölner Hochhäusern
Als weiteres aktuelles Thema nennt die Verbraucherzentrale den Käuferschutz bei Zahlungsdiensten wie Paypal, Klarna oder Amazon Pay. Verbraucherinnen und Verbraucher würden sich auf den versprochenen Schutz verlassen, bekämen aber im Schadensfall häufig ihr Geld nicht zurück. In der Beratung erhalten Betroffene dann Tipps, wie sie auch ohne Käuferschutz ihr Recht geltend machen können, zum Beispiel über die gesetzliche Gewährleistung.
Von einer Betrugsmasche waren zudem größtenteils ältere Bewohnerinnen und Bewohner der Hochhäuser am Liverpooler Platz in Chorweiler betroffen. Sie hatten von einem Telekommunikationsunternehmen eine Rechnung und eine Bestätigung für einen Vertrag erhalten, den sie nie abgeschlossen hatten. Auffällig waren dabei laut Verbraucherzentrale ein falscher Vorname und abweichende Kontaktdaten. Nachdem sich immer mehr Betroffene gemeldet hatten, startete die Verbraucherberatung im Quartier eine Flyeraktion in den Hochhäusern, um vor der Masche zu warnen.
Weitere Informationen und den Jahresbericht gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/koeln-jahresbericht2025. (lba)
