Die Polizei hat eine Besetzung des SPD-Büros beendet und eine Blockade vor der Deutz AG aufgelöst. Auch in Bonn gab es eine Aktion.
Protest gegen RüstungPolizei beendet Besetzung von SPD-Zentrale in Köln und löst Blockade bei Deutz AG auf

Die Polizei Köln beendete mehrere Aktionen von mutmaßlichen Rüstungsgegnern. (Symbolbild)
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Die Polizei Köln hat am Freitagvormittag (29. August) mehrere Aktionen von mutmaßlichen Rüstungsgegnern beendet. In der Kölner Innenstadt besetzten Aktivisten und Aktivistinnen das SPD-Parteibüro, in Kalk wurde ein Werkstor der Deutz AG blockiert.
Besetzung der SPD-Zentrale in der Kölner Innenstadt
Gegen 10.00 Uhr drangen laut Polizeiangaben 20 Personen in die Lobby des SPD-Gebäudes an der Magnusstraße ein. Sie setzten sich auf den Boden und weigerten sich zu gehen. Die SPD stellte einen Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs.
Eingesetzte Beamtinnen und Beamte der Bereitschaftspolizei stellten die Personalien der Personen fest und führten sie aus dem Gebäude. Gegen drei Personen, die Widerstand leisteten, wurden Strafverfahren eingeleitet. Sie wurden kurzzeitig in Gewahrsam genommen.
Blockade bei der Deutz AG in Kalk
Um etwa 10.40 Uhr wurde die Polizei zum Betriebsgelände der Deutz AG an der Dillenburger Straße in Kalk gerufen. Dort blockierten mehr als 200, mehrheitlich vermummte Personen die Einfahrt und versuchten vergeblich, auf das Gelände zu kommen. Sie trugen Transparente mit „antimilitaristischen“ Aufschriften bei sich.
Die Polizei forderte die Demonstrierenden mehrfach auf, die Vermummung abzunehmen und die Zufahrt freizugeben. Da die Gruppe dem nicht nachkam, wurde die Versammlung aufgelöst. Die Identitätsfeststellungen sind mittlerweile abgeschlossen.
Protest vor Rheinmetall-Niederlassung in Bonn
Gegen 13.50 Uhr gab es eine weitere Aktion vor der Rheinmetall AG in Bonn-Beuel. Dort versammelten sich laut Polizei 30 bis 40 teilweise vermummte Personen. Da sich niemand als Versammlungsleitung zu erkennen gab und die Teilnehmenden unkooperativ auftraten, leitete die Polizei Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ein.
Die Aktionen stehen laut Polizei im Kontext mit „antimilitaristischen“ Versammlungen, die seit Wochenbeginn in Köln stattfinden. (red)