Abo

Radschnellweg statt AutosÄußere Kanalstraße wird in Nippes nicht verlängert

2 min
digas-174813153_MDS-KSTA-2021-01-11-71-169066113

An der Simonskaul sollen Wohnungen entstehen.

Köln – Die Stadt will die Äußere Kanalstraße nicht mehr wie bislang geplant von der Escher Straße bis zum Niehler Ei verlängern. Eine Untersuchung habe ergeben, dass eine Überlastung des Straßennetzes im Bereich Bilderstöckchen und Weidenpesch „auch in Zukunft nicht zu erwarten“ sei, teilte die Verwaltung mit. Ein Ausbau der Äußeren Kanalstraße sei daher nicht notwendig. Gleichzeitig würde die Verlängerung dem Wohnungsneubau im Wohngebiet Simonskaul entgegenstehen, da die bislang für den Straßenbau frei gehaltene Trasse diesen einschränken würde.

Eine Verkehrssimulation hat gleichwohl ergeben, dass eine Verlängerung der Äußeren Kanalstraße die Hauptachsen Boltensternstraße, Industriestraße sowie die Autobahnen A 57 und A 1 ebenso entlasten würde wie die Johannes-Rings-Straße in Longerich. Lediglich auf der Neusser Straße sei ein Zuwachs von 1200 Fahrzeuge pro Tag zu erwarten. Der verlängerte Abschnitt würde täglich von 14 000 bis 18 000 Fahrzeugen befahren. „Für die an Hauptverkehrsstraßen direkt wohnende Bevölkerung ergäben sich also keine nennenswerten positiven Effekte“, heißt es in der Verwaltungsvorlage für den Verkehrsausschuss. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) wollen die bislang frei gehaltene Trasse weder für eine direkte Busverbindung noch für eine neue Stadtbahnverbindung nutzen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Die Stadtverwaltung plant daher, den Korridor als neuen Radschnellweg auszubauen, der gleichzeitig das Wohngebiet Simonskaul anschließen soll. Im Vergleich zu einer Autostraße benötige eine solche Radwegeverbindung deutlich weniger Platz – außerdem ist es nicht notwendig, einen Lärmschutz vorzusehen. Die Route entlang der geplanten Verlängerung der Äußeren Kanalstraße war zudem bereits in einem 1999 aufgestellten Radverkehrsnetzplan für den Stadtbezirk Nippes enthalten.