Der Bestand von Bantengs weltweit wird heute auf nur noch 4000 bis 8000 Tiere geschätzt, die Tierart ist stark gefährdet.
Manik und NioSeltene Banteng-Kälbchen im Kölner Zoo geboren

Gleich doppelten Zuwachs gibt es bei den Bantengs im Kölner Zoo.
Copyright: Werner Scheurer
Bantengs gelten unter Experten als die schönste aller Rinderarten – im Kölner Zoo sind jetzt zwei Kälbchen dieser Rasse geboren worden: der kleine Manik Ende Januar und sein Halbbruder Nio vor drei Monaten. Beide Bullen sind fit und trinken regelmäßig die Milch ihrer Mütter Ornella und Wangi. Vater ist der neunjährige Bulle Buddy, er war aus dem Zoologischen Garten Berlin nach Köln gekommen. Banteng-Bullen sind größer und dunkel, Kühe hingegen kleiner und hell gefärbt.

Vater der beiden ist Bulle Buddy
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Die Kälbchen sind agil und trinken fleißig Milch ihrer Mütter.
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Maliks elfjährige Mutter Ornella stammt aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn, Wangi, neun Jahre alt und Mutter von Nio, kam einst aus Dresden an den Rhein. Mit Manik und Nio umfasst die Gruppe der Kölner Bantengs nun sechs Tiere. Auf ihrer Anlage ganz im Norden des Zoos leben sie mit zwei weiteren Wild-Paarhufern: den Prinz-Alfred-Hirschen, wo es ebenfalls in den vergangenen Wochen Nachwuchs gab, und den Sulawesi-Hirschebern.
Bedrohte asiatische Wildrinder
Bantengs sind bedrohte asiatische Wildrinder. Sie leben unter anderem auf den großen Inseln Indonesiens. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN stuft den wilden Banteng als „stark gefährdet“ ein. Der Bestand wird heute auf noch 4000 bis 8000 Tiere geschätzt – allerdings in vielen kleinen, verstreuten Populationen. Tendenz abnehmend.
Hauptursachen für den Rückgang sind Lebensraumzerstörung, die Einkreuzung von Hausrindern sowie Viehkrankheiten, die von Hausrindern übertragen werden. Der Kölner Zoo engagiert sich im Rahmen des „Action Indonesia“-Programms für Banteng-Schutzprojekte vor Ort. (red)

