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Newcomer und große Namen
Cologne Comedy Festival mit mehr als 200 Künstlerinnen und Künstlern

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Gruppenfoto einiger Künstlerinnen und Künstler.

Ende Oktober startet wieder das Cologne Comedy Festival. Beim Pressetermin waren zahlreiche Künstlerinnen und Künstler vor Ort.

Das Cologne Comedy Festival bietet eine große Bandbreite: Stand-up, Lesungen, Live-Podcasts und mehr stehen auf dem Plan.

Zehn Tage, 30 Locations, mehr als 200 Künstlerinnen und Künstler: Vom 26. Oktober bis zum 4. November findet in Köln das Cologne Comedy Festival (CCF) statt. Auf dem vielseitigen Programm stehen dabei auch etliche Premieren, Live-Podcasts, Spezial-Shows und Lesungen. Unter anderem gibt es Auftritte von Drag-Queen Marcella Rockefeller, Comedienne Negah Amiri, Markus Krebs mit Guido Cantz und Matze Knop und eine Stadtrundfahrt mit Nilz Bokelberg.

„Ich habe richtig Bock auf das Festival“, sagt außerdem Friedemann Weise, unter anderem Bestandteil der „heute-show“. Er spielt am 26. Oktober sein Solo-Programm „Das bisschen Content“, in dem es „um alle Themen des menschlichen Lebens geht“, so Weise. „Es wird das erste Mal in Köln mit dem Programm, da freue ich mich drauf. Das Artheater ist ungefähr drei Fußminuten von meinem Bett entfernt.“

Viele der großen Namen seien bereits ausverkauft, sagt Veranstalter Godehard Wolpers. Mit der „Stromberg-Nacht“ im Cinedom mit Christoph Maria Herbst hätte man sogar den Ticketserver gecrasht. Die Newcomer hingegen hätten es schwerer. „Es ist schade, dass es viele Veranstaltungen von jungen Künstlern nicht schaffen, das Publikum so einzufangen, wie es vor Corona der Fall war.“

Cologne Comedy Festival: Bühne für Comedians mit Behinderung

Beim CCF sollen alle eine Bühne bekommen. Schon länger im Comedy-Business ist Dave Davis. Der 50-jährige Kölner ist manchem noch als Toilettenmann Motombo Umbokko in Erinnerung, die Kunstfigur hat er aber bereits 2014 abgelegt – nur an Karneval holt er Motombo noch raus. In seinem neuen Programm (am 3. November im Theater 509) gehe es, wie er am Donnerstag beim Pressetermin zum CCF sagt, „um Lebensfreude, aber in der Situation, in der ich gerade bin. Es geht darum, dass man sich auf das besinnt, was eigentlich zählt, auch wenn die Umstände widrig sind. Es ist eine Art Life-Coaching, aber ohne erhobenen Zeigefinger.“

Mit Selbstironie und ohne moralische Ermahnungen soll es auch bei den „Spaß Ävengers“ zugehen. Moderator Tony Bauer präsentiert dabei mit Timur Turga, Toby Käp, Ben Schafmeister, Okan Sese, und Tan Caglar fünf Menschen, die über ihr Leben mit ihrer Behinderung sprechen. „In der Comedy nimmt man immer das, was man hat“, sagt Tony Bauer. „Natürlich ist es viel heikler, über eigene Themen zu sprechen, wenn man behindert ist.“

Wir wollen die Leute dazu einladen, mit allen zusammen über das eigene Leiden zu lachen
Comedian Tony Bauer

Bauer selbst hat das Kurzdarmsyndrom und ist auf Nährstoffaufnahme durch einen Schlauch angewiesen. „Die Realität von uns ist eine andere und dadurch ist es eine Wanderung auf Messers Schneide. Das Publikum hat oft das Gefühl, man würde eine Waffe auf sie halten, obwohl es nicht so ist. Wir wollen die Leute dazu einladen, mit allen zusammen über das eigene Leiden zu lachen.“

Die Show der Spaß-Ävengers ist auch eine der Shows, auf die sich der Kölner Comedian Maxi Gstettenbauer besonders freut. „Ich finde, Repräsentation ist super wichtig“, sagt der 35-Jährige, der am 29. Oktober die Leseshow mit Torsten Sträter, Sarah Bosetti, Patrick Salmen und Johann König moderiert. „Ich glaube, dass man da eine Comedy-Show sieht und hört, die man so noch nicht kennt.“ Insgesamt sei für ihn die große Bandbreite des Festivals das Besondere am CCF. „Man hat in einem wahnsinnig kurzen Zeitraum wahnsinnig viele Möglichkeiten und kann quasi aus der einen Vorstellung rausgehen und in die nächste reinfallen.“ 

Das gesamte Programm sowie Tickets gibt es auf www.comedy.cologne.