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Zwei Wochen nach Terror-RazziaKölner Polizei lässt islamistische Gefährder frei

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Ein Spürhund bei der Razzia an der Hohen Pforte.

Köln/Düren – Knapp zwei Wochen nach der Festnahme dreier islamistischer Gefährder durch den Kölner Staatsschutz hat das Landgericht Aachen verfügt, den 30-jährigen Deutsch-Libanesen und eines 21-jährigen Konvertiten aus Düren am heutigen Dienstag frei zu lassen. Laut dem Beschluss, der dem Kölner Stadt-Anzeiger vorliegt, haben sich nach Rücksprache mit der Polizei „keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne ergeben“. Bereits am Samstagabend war ein ebenfalls festgenommener 20 Jahre alter Dürener entlassen worden.

Nach Ansicht der Kammer bestehen keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür, „dass die Begehung eines Verbrechens unmittelbar bevorsteht“.

Terror-Razzia vor zwei Wochen in Köln und Düren

Der 30-jährige islamistische Gefährder war vor 13 Tagen mit seinem jüngeren Glaubensbruder in dessen Dürener Wohnung festgesetzt und im Zuge der Gefahrenabwehr für zwei Wochen in Gewahrsam genommen worden.Auslöser der Polizeiaktion war ein Telefonat, in dem der Ältere seiner Frau in Berlin einen Traum schilderte, in dem er ungeduldig auf den Eingang in die höchste Stufe des Paradieses warte. Die rheinischen Ermittler deuteten dies als Synonym für ein bevorstehendes Selbstmordattentat. Zwar sei diese Annahme durchaus zulässig, folgerte das Gericht,

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„Dass der Betroffene deswegen die Begehung eines Anschlags vorbereitet oder auch nur anstrebt, hat sich indessen nicht bestätigt“, lautet das Fazit. So hätten weder die Überwachungsmaßnahmen noch die Auswertung aufgefundener Mobiltelefone Hinweise für einen entsprechenden Terrorverdacht erbracht.

Razzia Düren

Polizeibeamte laden Kartons in ein Auto.

Michael Murat Sertsöz, Anwalt des 30-jährigen Islamisten, zeigt sich zufrieden. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass es sich um einen Traum handelt und nicht um irgendwelche Anschlagspläne.“