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Festival im Oktober„Musik in den Häusern der Stadt“

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Vier Musiker, die beim Festival spielen werden: Johannes Elia Nuß (the bottomline), Christine Corvisier (Saxophon), Caris Hermes (Kontrabass) und Hyukjun Sohn (Violine).

Vier Musiker, die beim Festival spielen werden: Johannes Elia Nuß (the bottomline), Christine Corvisier (Saxophon), Caris Hermes (Kontrabass) und Hyukjun Sohn (Violine).

Das Festival „Musik in den Häusern der Stadt“ verwandelt im Oktober zum 28. Mal Kölner Wohnzimmer, Ateliers und Showrooms in Konzerträume. 26 Hauskonzerte zwischen Klassik, Jazz und Salsa stehen auf dem Programm.

Gesang neben Badewannen, Jazz im Atelier und Flamenco im Bürogebäude: Verteilt in ganz Köln spielen in diesem Jahr wieder verschiedene Künstlerinnen und Künstler beim Festival „Musik in den Häusern der Stadt“. Die Veranstaltungsreihe besteht aus 26 einzelnen Hauskonzerten und findet vom 5. bis zum 11. Oktober zum 28. Mal statt. Der Vorverkauf hat am Dienstag begonnen. Schon jetzt ist mehr als die Hälfte der Tickets vergriffen.

„In kleinen Räumen kann man eine ganz andere Verbindung zum Publikum aufbauen“, sagt Johannes Elia Nuß. Der Schlagzeuger ist Teil des experimentellen Kölner Jazzduos „the bottomline“ und spielt im Oktober beim Festival. „Gleichzeitig werde ich nervöser, wenn das Publikum so nah sitzt. Sie können mir im wahrsten Sinne des Wortes auf die Finger schauen.“ „The bottomline“ spielen aus ihrem neuen Album „Not the Surface“ und werden im Atelier des Teppichdesigners Jan Kath auftreten. Hier gibt es bereits am 3. September ein Warm-up-Konzert mit dem deutsch-tunesischen Schlagzeuger Taroug. Zu beiden Anlässen wird das Atelier eine speziell passende Teppich-Kollektion ausstellen.

Konzerte im Wohnzimmer

Die besonderen Räume machen das Festival aus, findet Leiterin Claudine Engeser vom Veranstalter „Kunst Salon“. „Die Gastgeber kommen zum großen Teil auf uns zu. Manche sind schon seit 20 Jahren dabei, aber es kommen auch jedes Jahr wieder neue dazu“, sagt sie. Das Kernstück seien dabei die privaten Wohnzimmer. Leider wollten immer weniger Leute Fremde dort hineinlassen. „Aber die, die es tun, tun es mit Leidenschaft.“ Im Küchenloft in Bayenthal, wo im Oktober das Alphorn auf Soulgesang trifft, kocht schon seit 20 Jahren ein etwa 90-jähriger Gastgeber für alle Konzertbesucher Chili.

Das Eröffnungskonzert wird Jazz-Kontrabassistin und WDR-Preisträgerin Caris Hermes mit ihrer Band gestalten. Violinist Hyukjun Sohn wird mit seinem Pianisten Kotaro Minami in einem Wohnzimmer in Braunsfeld spielen. „Wir spielen gefälschten Barock, gefälschte Klassik und gefälschte Romantik“, sagt Sohn, also Werke von Komponisten, die auf frühere Stile zurückgreifen. Das Duo spielt unter anderem Kreisler, Stravinsky und Prokofjew. „Es ist ein anderes Gefühl, wenn der Raum kleiner ist. Ich spiele anders, passe mich an die Atmosphäre an“, sagt Sohn.

Einen Monat früher

Der kleinste Raum fasst 30 Zuhörer, der größte 150. Es gibt viele Jazz- und Klassik-Beiträge, aber auch Soul, Electronic, Pop und Salsa. Zu den bekanntesten Künstlern zählt Pianist Kai Schumacher, der in der Erzengel-Michael-Kirche in Rodenkirchen spielen wird. Der Hamburger Singer-Songwriter Phil Siemers macht auf seiner Tour Halt im Badewannen-Showroom der Firma Ultramarin. 

Das Festival findet in diesem Jahr einen Monat früher statt als normalerweise. „Es ist ein Versuch“, sagt Engeser. Es sei ein Vorschlag der Gastgeber gewesen, so wolle der „Kunst Salon“ die Konkurrenz durch die Art Cologne im November vermeiden. Karten gibt es für 32,60 Euro pro Konzert über Köln Ticket oder Eventim zu kaufen, Schüler und Studenten zahlen 17,20 Euro.