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Über „nervtötende“ Kinder beschwertVater ersticht klagenden Nachbarn im Hausflur

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Der Angeklagte (hinter dem Aktenordner) mit Anwalt

Köln – Der Haftbefehl lautete noch auf Totschlag, doch die Schwurgerichtskammer entschied nach Aktenlage: Es könnte auch ein heimtückischer Mord gewesen sein, der sich im Hausflur eines Mehrparteienhauses am 1. Dezember vergangenen Jahres in Holweide abspielte.

Das Oberhaupt der Familie, die vor ein paar Jahren dort einzog, hatte den Nachbarn aus der Erdgeschosswohnung, der spätnachmittags vom Einkaufen kam, mit sechs Messerstichen tödlich verletzt. Wegen Mordes muss sich der 49-jährige Mann seit Dienstag vor dem Kölner Landgericht verantworten.

Angeklagter aus Köln-Holweide will aussagen

Es ist der Klassiker unter den Nachbarschaftsstreitigkeiten: Spielende Kinder, die den anderen Mietern zu laut, zu quirlig, zu nervtötend sind. Alexander P. (55), das Opfer, war erst vor wenigen Monaten in die Erdgeschosswohnung gezogen und hatte sich immer wieder über den Krach in der Wohnung über ihm aufgeregt. So ist zumindest der bisherige Stand der Ermittlungen.

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Die Kinder liefen ihm zu laut durch die Räume, hörten angeblich ohrenbetäubende Musik, der Lärm sei nicht auszuhalten gewesen, hielt er dem Familienvater wiederholt vor Augen. Deshalb hatte es immer wieder Streit zwischen den beiden gegeben, der am 1. Dezember tödlich endete.

Er will aussagen, ließ Stefano S. am ersten Verhandlungstag über seinen Anwalt wissen. Aus organisatorischen Gründen wurde am Dienstag lediglich die Anklage verlesen. Der Prozess soll am 28. Mai mit der Aussage des Angeklagten fortgesetzt werden.