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AnalyseWelche Kölner Veedel die höchste Wahlbeteiligung hatten

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In Köln betrug die Wahlbeteiligung zur NRW-Wahl 64,9 Prozent.

Köln – Die Ergebnisse politischer Wahlen werden zunehmend von besser gestellten Bevölkerungsgruppen bestimmt. Bürger mit niedrigem Einkommen und geringerem Bildungsstand nehmen dagegen vergleichsweise wenig Einfluss auf die Sitzverteilung in den Parlamenten. Zu diesem Ergebnis kommen Fachleute der Stadtverwaltung in ihrer Analyse der zurückliegenden Landtagswahl.

Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat für seine Untersuchung die Wahlbeteiligung in den 86 Stadtteilen Kölns ausgewertet. Die Unterschiede sind enorm. Am höchsten war die Beteiligung in Hahnwald; dort gaben 82,1 Prozent der Wahlberechtigten ihren Stimmzettel ab. In Chorweiler, dem Stadtteil mit der niedrigsten Beteiligung, waren es nur 31,9 Prozent. Stadtweit betrug die Wahlbeteiligung 64,9 Prozent; das sind 5,6 Prozentpunkte mehr als bei der Landtagswahl 2012.

Auch in Sülz und Braunsfeld war die Beteiligung an der Wahl hoch

Was den Statistikern aufgefallen ist: „In vielen Stadtteilen mit ehedem bereits geringer Wahlbeteiligung ist diese trotz allgemein gestiegener Wahlbeteiligung nur geringfügig angestiegen.“ In Veedeln, deren Bewohner ohnehin rege von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, habe die Beteiligung dagegen überdurchschnittlich stark zugenommen.

Die acht Stadtteile mit Zahlen von jeweils 75 Prozent und mehr befinden sich in den Bezirken Rodenkirchen und Lindenthal. Außer um den Hahnwald handelt es sich um Klettenberg, Lövenich, Lindenthal, Sülz, Braunsfeld, Junkersdorf und Weiß. Als Orte mit der geringsten Beteiligung werden außer Chorweiler noch Vingst, Finkenberg, Gremberghoven, Seeberg, Buchforst, Höhenberg und Ostheim aufgelistet. In keinem dieser Stadtteile erreichte der Wert 50 Prozent.

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Ein einzelner Mann sitzt in einer von drei Wahl­ka­bi­nen.

In den Gebieten mit besonders vielen Nichtwählern sei der Anteil der Arbeiter und Sozialhilfeempfänger deutlich höher als anderswo, heißt es in der Analyse. Das durchschnittliche monatliche Pro-Kopf-Einkommen betrage 1600 Euro. Nahezu jeder dritte Haushalt wirtschafte unterhalb der Armutsgrenze von 1066 Euro im Monat.

Jüngere verzichten häufiger

Die Bereitschaft zur Teilnahme an Abstimmungen steht jedoch nicht nur im Zusammenhang mit der eigenen sozialen Situation. Bei ihrem Vergleich der Altersgruppen stellten die Statistiker ebenfalls Unterschiede fest. So beteiligten sich 70,4 Prozent der 45- bis 59-Jährigen an der Wahl vor drei Wochen. Damit bildet die Gruppe die fleißigste Wählerschaft.

Bei den Einwohnern im Alter von 60 Jahren und mehr lässt die durchschnittliche Beteiligung dann wieder etwas nach (64,4 Prozent). Ein weiteres Ergebnis der Auswertung: „Die jungen Wahlberechtigten zwischen 18 und 24 Jahren, zum größten Teil Erstwählende, haben sich mit einer Quote von 54 Prozent mit Abstand am geringsten an der Wahl beteiligt.“

Männer und Frauen unterscheiden sich dagegen in der Wahlbeteiligung so gut wie gar nicht. Die Wahlbeteiligung der Männer liegt bei 65,8 Prozent und damit nur unwesentlich über der Wahlbeteiligung von Frauen (64,9 Prozent).

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