Im inklusiven Sportverein All Inclusion Sports trainieren Kinder mit und ohne Einschränkung gemeinsam und ohne Leistungsdruck.
Für mehr GemeinschaftInklusiver Sportverein plant Weihnachtsaktion

Der Sportverein All Inclusion Sports plant eine Trikotaktion zu Weihnachten.
Copyright: Tobias Gemein
Pünktlich zur Weihnachtszeit plant der inklusive Sportverein All Inclusion Sports Köln mit der „Stiftung Lichtblick“ eine Aktion für Kinder unter dem Motto: „Miteinander statt Nebeneinander“. Vereins-Gründer Tobias Gemein sagt: „Wir möchten Kindern – unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund oder finanziellen Möglichkeiten – Sporttrikots schenken.“ Diese werden während der vereinsinternen Weihnachtsfeier am 9. Dezember in der Soccerworld in Lövenich verteilt.
Tobias Gemein: „Sport gehört allen“
Die Aktion richtet sich an Vereinsmitglieder im Alter von sechs bis 18 Jahren und soll zeigen, wie Inklusion im Alltag gelebt werden könne. Gemein sagt: „Inklusion ist kein Sonderprojekt, sondern eine Selbstverständlichkeit.“ Man habe sich bewusst für neutrale Team-Sporttrikots entschieden, die in verschiedenen Sportarten getragen werden können, so Gemein weiter. Damit soll vor allem die Zugehörigkeit betont werden, die durch den Sport ausgedrückt werden kann – unabhängig von Fähigkeit oder Leistungsniveau. Denn: „Sport gehört allen.“
Rund 60 Prozent der Kinder haben eine Beeinträchtigung
Gemein erklärt: „Viele unserer Kinder erleben im Alltag Ausgrenzung oder Benachteiligung.“ Dabei könne gerade der Sport einen Ort für Kinder und Jugendliche schaffen, an dem sie Gemeinschaft erfahren. In diesem Alter sei das besonders wichtig: „Sport verbindet, schafft Freundschaften und stärkt das Selbstvertrauen.“

In dem Verein spielen Kinder mit und ohne Einschränkung. Getrennte Gruppen gibt es nicht.
Copyright: Tobias Gemein
In dem Verein trainieren etwa 20 Kinder zwei mal die Woche, spielen Fußball oder weitere Ballsportarten. Rund 60 Prozent der Vereinsmitglieder haben eine Beeinträchtigung. Doch getrennte Gruppen gibt es nicht. Denn Ziel des Vereins sei es, Barrieren abzubauen, Gemeinschaft und Inklusion zu schaffen. Ganz ohne Leistungsdruck – stattdessen sollen Spaß und Zusammenhalt im Vordergrund stehen.
Zuletzt berichtete der „Kölner Stadt-Anzeiger“ im Juli über den Verein. Seitdem habe sich viel getan, sagt Tobias Gemein. Das inklusive Angebot werde weiterhin gut angenommen, der Verein sei gewachsen: „Wir konnten im August ein inklusives Sommer-Sportcamp mit über 30 Kindern durchführen.“
Für das kommende Jahr plane der Verein, sein Angebot noch um etwa Tennis zu erweitern. Zudem sollen weitere Sportcamps in den Ferien angeboten werden, um Kindern Bewegung, Spaß und Gemeinschaft näher zu bringen. (lem)

