Am 8. Mai ist die nächste Demo der Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“. Der Zug durch die Innenstadt kann den Verkehr beeinträchtigen.
Zug durch die InnenstadtJunge Menschen demonstrieren in Köln gegen Wehrpflicht

Das Bündnis „Schülerstreik gegen Wehrpflicht“ hatte bereits im Dezember und März in Köln zu Demonstrationen gegen das neue Wehrdienstgesetz aufgerufen. (Archivbild)
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Die Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ ruft zu ihrer dritten Demonstration auf. Startpunkt am Freitag (8. Mai) ist um 11 Uhr am Heumarkt, das Ende ist für 17 Uhr angesetzt. Rund 500 Teilnehmende sind laut Polizei angemeldet.
Der Demonstrationszug soll sich vom Heumarkt aus über Gürzenich und Neumarkt bis zum Hohenzollernring bewegen. Eine Zwischenkundgebung ist an der Ecke Gereonstraße/Kardinal-Frings-Straße geplant. Anschließend führt die Route zurück durch die Altstadt zum Heumarkt. Entlang der Strecke kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen.
Datum fällt auf das Ende des Zweiten Weltkriegs
Inhaltlich richtet sich der Protest gegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht. Unter dem Motto „Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.“ kritisieren die Organisatoren eine zunehmende Aufrüstung und fordern stattdessen Investitionen in Bildung statt Militärdienst.
Bundesweit wollen am 8. Mai junge Menschen deshalb auf die Straße gehen. Das Datum ist geschichtsträchtig: Die Initiative verweist auf das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 81 Jahren und zieht Parallelen zur heutigen Zeit. In sozialen Netzwerken formuliert sie ihre Kritik deutlich und warnt vor einer erneuten Militarisierung.
Das Gesetz über den neuen Wehrdienst trat zum 1. Januar in Kraft. Kern ist die verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008. So sollen Freiwillige für einen Ausbau der Truppe rekrutiert werden. Sollten die Zielkorridore verfehlt werden, kann der Bundestag über eine sogenannte Bedarfswehrpflicht entscheiden. (sbo)
