Abo

Weihnachtsfeier in Köln„Obdachlosen-Frühstück“ gibt es in Zukunft dreimal monatlich

2 min

Weihbischof Ansgar Puff (v.l.), Stifter Peter Deubner und Musiker Klaus der Geiger in der Wolkenburg

Köln – Es duftete nach Gänsebraten und Bratapfel im voll besetzen Saal der Wolkenburg. Inmitten festlicher Dekoration hatten sich am Mittwoch rund 300 Menschen auf Einladung von Peter Deubner dort eingefunden, um gemeinsam zu speisen.

Anlass war das seit 15 Jahren in Köln etablierte „Obdachenlosen-Frühstück“, dass die Dr.-Peter-Deubner-Stiftung regelmäßig im Vringstreff in der Südstadt und in Mülheim organisiert. Der 80-jährige Deubner hatte je zur Hälfte Berber sowie Weggefährten, Freunde und Unterstützer seines jahrelangen Engagements für Obdachlose versammelt, darunter den katholischen Weihbischof Ansgar Puff, Innenstadt-Bezirksbürgermeister Andreas Hupke und Künstler Klaus der Geiger.

Das könnte Sie auch interessieren:

Letzterer hatte einen Auftritt vor dem Publikum geplant, musste den Saal aber eilig noch einmal verlassen – er hatte seine Geige vergessen. Die Zeit bis zu seiner Rückkehr verkürzten den Gästen neben der Gans mit Rotkohl und Klößen etwa Kürbisstrudel und Gateau Opéra mit Kirschkompott. Zum Nachtisch spielte außerdem die Band „Dom Go“.

Köln: Deubner-Frühstück jetzt dreimal monatlich

Gastgeber Deubner berichtete von den Anfängen der Aktion in Köln, als er mit zehn Ehrenamtlern rund 40 Menschen bediente. „Heute sind es 40 Ehrenamtler und regelmäßig zwischen 150 und 200 Besuchern“, sagte er. Seine Gäste sollten sich „heute bedienen und verwöhnen lassen“ und weihnachtliche Besinnlichkeit und Ruhe im ansonsten harten Alltag erleben.

Außerdem kündigte Deubner eine Neuerung an: Das von vielen Besuchern schlicht „Deubner-Frühstück“ genannte Angebot, dass seit zwei Jahren von der Diakonie betreut wird, soll von Januar an ausgeweitet werden. Künftig findet das Obdachlosen-Frühstück dreimal monatlich an einem Sonntag statt – dann zusätzlich auch im Bürgerzentrum Ehrenfeld.