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Eröffnung noch späterStadt Köln stoppt Sanierung von Schule in Ehrenfeld

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Die eingerüstete Schule an der Overbeckstraße

Köln – Die Stadt hat die Sanierung des Schulgebäudes an der Overbeckstraße gestoppt, weil eine beauftragte Fachfirma die denkmalgeschützte Fassade beschädigt haben soll. Dadurch verzögert sich der für diesen Sommer geplanten Einzug der Helios-Gesamtschule. Erst in der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass die Instandsetzung der Immobilie 4,2 Millionen Euro teurer wird als zuvor geplant war. Einer der maßgeblichen Gründe für die Kostensteigerung waren eben jene Fassadenschäden, die von der Fachfirma beseitigt werden sollten.

Das Unternehmen sollte in Abstimmung mit dem Denkmalschutz die obere Putzschicht behutsam abtragen, um Risse im Untergrund zu beseitigen, statische Elemente zu ertüchtigen sowie die Fassade nach historischem Vorbild zu rekonstruieren. Aus Sicht der Stadt sei bei den Arbeiten das vertraglich vorgegebene Verfahren nicht berücksichtigt worden. Die Verwaltung schätzt den Schaden auf einen sechsstelligen Betrag und hat bereits eine neue Fachfirma beauftragt, die in Kürze mit der Reparatur der Fassade beginnen wird.

14 Millionen Euro für Sanierung

Das Außengerüst muss nun länger als geplant vor Ort bleiben, weshalb die Außenanlagen, der Schulhof und der Kanalbau nicht rechtzeitig fertig werden. Die Innenräume seien bereits nahezu bezugsfertig, so die Stadt. Die gesamte Sanierung wird 14 Millionen Euro kosten.

Die Helios-Schule, die bislang an der Borsigstraße untergebracht ist, wird daher erst in den Herbstferien umziehen können, um das Gebäude an der Overbeckstraße als Interimsquartier zu nutzen. Das wird voraussichtlich bis zum Jahr 2026 der Fall sein. Im Anschluss soll an der Overbeckstraße ein neues jüdisches Gymnasium einziehen, das bereits 2020 zunächst an anderer Stelle gegründet werden soll. (att, ris)

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