Die Stadt Köln möchte bedrohte Tier- und Pflanzenarten besser schützen. In fast allen Naturschutzgebieten stehen dazu jetzt neue Schilder.
In NaturschutzgebietenKöln stellt 55 neue Informationstafeln auf

Eine der neuen Informationstafeln in Naturschutzgebieten
Copyright: Stadt Köln
Müll wegwerfen, Drohnen fliegen, Weidetiere füttern, die Wege verlassen: Das alles ist in Kölns 22 Naturschutzgebieten verboten. Um daran zu erinnern, hat die Stadt Köln in den vergangenen Monaten an 55 Standorten in fast allen Kölner Naturschutzgebieten Tafeln aufgestellt. Die Stadt Köln erklärt, mit dem Projekt solle die doppelte Funktion der Naturschutzgebiete „konfliktfrei miteinander verbunden werden“. Menschen sollen sich dort weiter erholen und die Tiere und Pflanzen einen Rückzugsort finden.
An den Eingängen der Gebiete zeigen die Schilder Besuchern die offiziellen Wege. Wer vom Weg abweicht, könnte beispielsweise Vögel beim Brüten stören. Das erklären Texte auf den Tafeln. Als Wegmarkierungen gibt es jetzt Holzpfähle mit einem roten Kopf. Im Inneren der Naturschutzgebiete zeigen Piktogramme, was Besucher hier nicht dürfen. So ist je nach Gebiet auch das Baden, Feuermachen oder Reiten verboten. Hundehalter müssen ihre Tiere immer anleinen.
Kölns Naturschutzgebiete
Zu den Naturschutzgebieten zählen in Köln zum Beispiel die Rheinauen in Riehl, Niehl, Worringen und Langel, der Königsforst zwischen Porz und Kalk sowie die Seen der ehemaligen Kiesgruben. In manchen Gebieten gibt es nur eine Informationstafel, in anderen sogar acht.
Erst Anfang Juli gab es in einem Bedburger Naturschutzgebiet einen Vandalismusvorfall bei einer Aussichtsplattform, bei dem die Täter auch Feuerwerk zündeten. Die Stadt Köln spricht von immer mehr Menschen, die die Gebiete nutzten und nicht immer pfleglich mit der Natur umgingen. Auch deswegen seien die neuen Tafeln aufgestellt worden.
