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Vandalismusvorfall in Bedburger Vogelschutzgebiet

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Das Foto zeigt den Naturschützer neben einer Schutzwand, die mit Graffiti beschmiert ist.

Dieter Brumpreuksch vom NABU Rhein-Erft, Ortsgruppe Bedburg, besichtigte nach dem Vorfall die Plattform.

Der Naturtreff Bedburg zeigt sich fassungslos über die Schäden an der Aussichtsplattform in einem Naturschutzgebiet.

Naturschützer sind fassungslos wegen eines Vandalismusvorfalls, der die Aussichtsplattform im Naturschutzgebiet an den Klärbecken zwischen dem Bedburger Ortsteil Blerichen und Glesch betrifft. Laut einer ersten Schätzung durch den städtischen Bauhof dürfte sich der Schaden auf mehrere tausend Euro belaufen, so die Pressestelle der Stadt Bedburg auf Anfrage.

Wie Mitglieder des Naturtreffs Bedburg berichteten, fanden sie bei einer Besichtigung mit Dieter Brumpreuksch vom NABU Rhein-Erft, Ortsgruppe Bedburg, Bierflaschen, Getränkedosen und anderen Müll bei der Plattform im Naturschutzgebiet. Sichtschutzwände seien mit Farbe beschmiert worden. Dazu seien die schweren Holzbänke von ihrem Standort entfernt und vor die Plattform geworfen worden. „Sogar die kiloschweren Betonfüße wurden beschmiert und entfernt“, heißt es in der Mitteilung des Naturtreffs.

Feuerwerk im Vogelschutzgebiet in Bedburg gezündet

Die Naturschützer hätten auch abgebrannte Feuerwerksknaller gefunden. „Zum Glück ist hier nichts in Flammen aufgegangen“, sagt Rolf Thiemann vom Naturtreff. „Die Tiere während der Brut- und Fütterungszeit so zu stressen, geht gar nicht und steht sogar unter Strafe.“

Die Aussichtsplattform war erst vor gut einem halben Jahr erneuert worden, wie die Stadt Bedburg auf Anfrage mitteilt. Die alte Plattform war abgerissen worden, weil sie marode geworden war. Mitten in einem Vogelschutzgebiet sollte die Plattform Naturbegeisterten ermöglichen, zahlreiche Vogelarten aus der Nähe zu beobachten. Die Schutzwände sollten dafür sorgen, dass zurückkehrende Vögel auch nach der Überwinterung nicht gestört oder aufgeschreckt werden.

Prävention sei nur schwer zu leisten

Etliche Vogelbeobachter und Naturliebhaber hätten sich den Beobachtungspunkt mit Sitzgelegenheit gewünscht, berichtet der Naturtreff Bedburg. „Die neue Holzplattform mit Bänken wurde ein beliebter Treffpunkt nicht nur für Naturbeobachter.“ Die Naturschützer seien von Markus Faust aus Glesch, einem regelmäßigen Besucher des Ortes, auf den Vorfall aufmerksam gemacht worden: „Faust war begeistert über den Verweilort und nutzte ihn des Öfteren mit seiner Familie bei seinen Spaziergängen entlang der Erft“, berichtet der Naturtreff Bedburg.

Die Stadt Bedburg erklärt auf Anfrage, dass solche Vandalismusfälle für die Stadt und die Kollegen vom Bauhof sehr frustrierend seien. Solche Fälle seien allerdings kaum zu verhindern, weil man die Orte nicht rund um die Uhr überwachen könne, zumal die Überwachung per Video verboten sei.